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Raimund Harmstorf

Raimund Harmstorf wurde am 7. Oktober 1939 als Sohn eines Arztes in Hamburg geboren, wo er auch seine ersten Lebensjahre verbrachte. Wie Bud Spencer widmete auch Harmstorf sich in seiner Jugend dem Sport, bei ihm war es allerdings der Zehnkampf. Später studierte er erst Medizin, dann Musik und darstellende Kunst. Seinen Durchbruch als Schauspieler feierte er 1970 im TV-Mehrteiler „Der Seewolf“, wobei er aber auch vorher schon einige kleinere Rollen hatte. Seine erfolgreichsten Filme im Kino waren aber wohl seine unvergessenen Darstellungen in den Spencer/Hill-Streifen, als Sergeant Kempfer in Sie nannten ihn Mücke, als Captain Briggs in Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen oder auch als Militärausbilder in Nobody ist der Größte. Später war dann auch in deutschen TV-Serien ein sehr gerne gesehener Gaststar. So war z.B. in „Derrick“, „Der Alte“, „Tatort“, „Ein Fall für zwei“, „Die Schwarzwaldklinik“, „Mit Leib und Seele“, „Küstenwache“, „Ein Bayer auf Rügen“ und „Klinik unter Palmen“ zu sehen. Seine letzte Rolle hatte er 1997 folgerichtig auch in einer TV-Serie, nämlich in „Unser Charly“.

Raimund Harmstorf erkrankte schließlich an Parkinson und ließ sich deswegen auch psychiatisch behandeln. Am 2. Mai 1998 berichtete die Bild-Zeitung in einem großen Aufmacher über die Erkrankung Harmstorfs, einen Tag später beging der Schauspieler auf seinem Bauernhof in bayerischen Marktoberdorf Selbstmord.

Oft ist in Biografien das Geburtsjahr 1940 zu lesen, aber das müsste falsch sein, denn auf dem Grabstein Harmstorfs steht definitiv 1939.