Biografien

Alexander Allerson

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Wer die großen deutschen Kino- und Fernsehproduktionen der 1960er bis 1980er Jahre kennt, begegnet immer wieder einem bestimmten Gesicht: dem von Alexander Allerson. Der vielseitige Schauspieler und Synchronsprecher aus Ostpreußen war einer der meistbeschäftigten Charakterdarsteller im deutschen Sprachraum. Sein markantes Äußeres und seine Fähigkeit, sowohl Bösewichte als auch komplexe Charaktere überzeugend zu verkörpern, machten ihn zum Stammgast in internationalen Koproduktionen – darunter auch im Spencer/Hill-Universum.

Steckbrief: Alexander Allerson

Name: Alexander Allerson
Geburtsdatum: 19. Mai 1930
Geburtsort: Osterode, Ostpreußen
Beruf: Schauspieler, Synchronsprecher
Filme mit Bud & Terence: 2 (Schauspieler + Synchronsprecher)

Vom Theater zum internationalen Film

Alexander Allerson wurde 1930 in Osterode in Ostpreußen geboren. Nach dem Abitur studierte er Theaterwissenschaften und erhielt eine fundierte Schauspielausbildung. Von 1954 bis 1962 sammelte er Bühnenerfahrung an renommierten Häusern wie den Wuppertaler Bühnen und dem Düsseldorfer Schauspielhaus. Er spielte große Rollen des klassischen Repertoires, darunter Mephisto in Goethes Faust und die Titelrolle in Schillers Wallenstein.

Ab 1962 konzentrierte er sich auf Film und Fernsehen und wurde schnell zu einem gefragten Charakterdarsteller. Sein Schwerpunkt lag auf negativen Rollen – er spielte mit Überzeugung Schurken, Antagonisten und zwielichtige Figuren in deutschen und internationalen Produktionen. Dabei arbeitete er auch mit Rainer Werner Fassbinder in Filmen wie „Satansbraten“ (1976) und „Lili Marleen“ (1981).

Zwei Begegnungen mit Bud und Terence

Mit der Welt von Bud Spencer und Terence Hill war Alexander Allerson gleich auf zwei Wegen verbunden. Als Schauspieler stand er 1972 in „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“ vor der Kamera, wo er den Bruder des Antagonisten Salud verkörperte. Der Film gehört zu den beliebtesten der gesamten Spencer/Hill-Reihe und zeigt das Duo als zwei Soldaten, die auf abenteuerliche Weise in einen Schatz-Konflikt geraten.

Noch bedeutsamer für seine Verbindung zum Genre war seine Mitwirkung an „Mein Name ist Nobody“ (1973), dem von Sergio Leone produzierten Meisterwerk mit Terence Hill und Henry Fonda. Allerson übernahm hier die Rolle des Rex, eines der Mitglieder der berüchtigten „Wilde Horde“ – jener 150 Reiter, gegen die sich Nobody am Ende zu beweisen hat. Der Film gilt als einer der besten Italowestern überhaupt und ist ein unverzichtbarer Teil der Filmgeschichte des Genres.

Synchronsprecher und spätere Karriere

Neben seiner Arbeit als Schauspieler war Alexander Allerson auch ein vielbeschäftigter Synchronsprecher. Er lieh seine markante Stimme zahlreichen internationalen Schauspielern in deutschen Fassungen. Besonders bekannt wurde er als Stammsprecher von Bill Daily in der Kultserie „Alf“. Auch in der deutschen Synchronfassung von „Big Man – Strahlen des Todes“ (1988), einer Terence-Hill-TV-Serie, war seine Stimme zu hören.

Alexander Allerson lebt in München und blickt auf eine außergewöhnlich lange und vielseitige Karriere zurück, die von der Theaterbühne über internationale Kinofilme bis hin zur Synchronarbeit reicht. Sein Name steht für die Qualität und Professionalität des deutschen Nachkriegskinos.

 

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