Catherine Deneuve – Biografie
Wenn man an das europäische Kino der 1960er und 1970er Jahre denkt, kommt man an einem Namen nicht vorbei: Catherine Deneuve. Die französische Schauspielikone verkörpert wie kaum eine andere die Eleganz, die Kühle und die schauspielerische Raffinesse des europäischen Autorenfilms. Obwohl ihr Name primär mit französischen Meisterwerken und anspruchsvollen Dramen assoziiert wird, überschnitt sich ihre Karriere auch mit dem italienischen Kino – jener lebhaften Industrie, die zeitgleich auch das Phänomen Bud Spencer und Terence Hill hervorbrachte.
Steckbrief: Catherine Deneuve
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Geburtsname | Catherine Fabienne Dorléac |
| Geburtsdatum | 22. Oktober 1943 |
| Geburtsort | Paris, Frankreich |
| Nationalität | Französisch |
| Beruf | Schauspielerin |
| Bekannte Rollen in Bud Spencer / Terence Hill Filmen | Simone Picard in Marschier oder stirb (mit Terence Hill) |
| Weitere bekannte Filme | Die Regenschirme von Cherbourg, Ekel, Belle de Jour |
| Familie | Schwester der Schauspielerin Françoise Dorléac |
Frühe Jahre und der Aufstieg zum Star
Catherine Deneuve wurde am 22. Oktober 1943 als Catherine Fabienne Dorléac in Paris geboren. Sie entstammt einer Schauspielfamilie; ihr Vater Maurice Dorléac war ein bekannter Theaterschauspieler und Synchronsprecher. Um sich von ihrer bereits erfolgreichen älteren Schwester Françoise Dorléac abzuheben, nahm sie den Mädchennamen ihrer Mutter – Deneuve – als Künstlernamen an.
Ihren internationalen Durchbruch feierte sie 1964 mit dem Musical-Film Die Regenschirme von Cherbourg (Les Parapluies de Cherbourg). Regisseure wie Roman Polański (Ekel, 1965) und Luis Buñuel (Belle de Jour – Schöne des Tages, 1967) machten sie zu einer der gefragtesten Darstellerinnen Europas. Sie kultivierte das Image der „kühlen Blonden“ – unnahbar, geheimnisvoll und von faszinierender Schönheit.
Der Ausflug ins Action-Kino: „Marschier oder stirb“
Obwohl Deneuve hauptsächlich im dramatischen Fach zu Hause war, kreuzte sich ihr Weg bemerkenswerterweise mit dem von Terence Hill. In dem 1977 erschienenen Abenteuerfilm Marschier oder stirb (March or Die) spielte sie die Rolle der Simone Picard. Der Film, der vor dem Hintergrund des Rifkriegs in Marokko spielt, versammelte eine hochkarätige internationale Besetzung: Neben Deneuve und Hill waren auch Hollywood-Legende Gene Hackman und Max von Sydow zu sehen.
Für Terence Hill, der zu dieser Zeit bereits ein massiver Star durch seine Prügelkomödien mit Bud Spencer war, bot Marschier oder stirb die Gelegenheit, sich in einer ernsteren, internationalen Großproduktion zu beweisen. Die Zusammenarbeit von Hill mit einer Ikone wie Catherine Deneuve unterstreicht den hohen Stellenwert, den beide Schauspieler in den späten 1970er Jahren im europäischen und internationalen Kino genossen.
Die Verbindung zum italienischen Kino
Deneuve drehte im Laufe ihrer Karriere auch mehrfach in Italien oder in französisch-italienischen Koproduktionen. Besonders prägend war ihre Zusammenarbeit und private Beziehung mit dem italienischen Superstar Marcello Mastroianni in den frühen 1970er Jahren. Gemeinsam standen sie in Filmen wie Das passiert immer nur den anderen (1971) und Allein mit Giorgio (1972) vor der Kamera. Mastroianni selbst war eine zentrale Figur der Cinecittà-Ära, in der auch die Karrieren von Darstellern wie Ornella Muti und vielen Spencer/Hill-Nebendarstellern (wie Jean Champion) aufblühten.
Vermächtnis
Catherine Deneuve ist bis heute eine der respektiertesten und am meisten ausgezeichneten Schauspielerinnen der Filmgeschichte. Sie gewann zahlreiche Preise, darunter Césars und Auszeichnungen in Venedig, Cannes und Berlin. Ihr kurzer, aber prägnanter Berührungspunkt mit dem filmischen Umfeld von Terence Hill in Marschier oder stirb bleibt für Fans des italienischen Kinos eine faszinierende Randnotiz in einer ansonsten von völlig anderen Genres geprägten, beispiellosen Weltkarriere.



