Biografien

Guido De Angelis: Biografie des Komponisten

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Guido De Angelis (geboren 1944) ist ein italienischer Komponist, Musiker und Sänger, der vor allem als eine Hälfte des legendären Duos Oliver Onions Weltruhm erlangte. Gemeinsam mit seinem Bruder Maurizio prägte er den musikalischen Hintergrund unzähliger Kultfilme der 1970er und 1980er Jahre. Ihre eingängigen Melodien sind untrennbar mit den Erfolgen von Bud Spencer und Terence Hill verbunden und haben sich als zeitlose Klassiker in das kollektive Gedächtnis von Filmfans weltweit eingebrannt.

Steckbrief: Guido De Angelis

Geburtsname Guido De Angelis
Geboren am 22. Dezember 1944
Geboren in Rocca di Papa, Italien
Nationalität Italienisch
Beruf(e) Komponist, Musiker, Sänger, Produzent
Bekannte Formation Oliver Onions (mit Bruder Maurizio De Angelis)
Bekannte Soundtracks Zwei wie Pech und Schwefel, Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle, Mein Name ist Nobody

Frühe Jahre und musikalische Anfänge

Guido De Angelis wurde am 22. Dezember 1944 in der italienischen Gemeinde Rocca di Papa in der Nähe von Rom geboren. Die Leidenschaft für Musik teilte er von klein auf mit seinem drei Jahre jüngeren Bruder Maurizio. In jungen Jahren begannen beide ihre professionelle Karriere im Orchester der Plattenfirma RCA. Guido spielte dort Flöte, während Maurizio die Gitarre übernahm. Diese Zeit war geprägt von harter Arbeit – oft bis zu 18 Stunden täglich im Studio – aber sie bot den Brüdern die einmalige Gelegenheit, mit den Größen der italienischen Musikszene wie Ennio Morricone oder Domenico Modugno zusammenzuarbeiten. Diese prägenden Jahre legten den handwerklichen und kreativen Grundstein für ihre spätere Karriere als Komponisten.

Die Geburt von Oliver Onions

Der entscheidende Wendepunkt in der Karriere von Guido De Angelis kam im Jahr 1972. Die Brüder wurden beauftragt, den Soundtrack für die Actionkomödie „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“ zu schreiben. Die Plattenfirma verlangte, dass der Titelsong „Flying through the air“ einen englischen Text haben sollte. Als sich keine passende englischsprachige Band fand, nahmen Guido und Maurizio die Sache selbst in die Hand. Da sie bereits Erfahrung mit englischen Coverversionen hatten, sangen sie den Titel kurzerhand selbst ein. Um dem Song einen internationalen Anstrich zu geben, wählten sie das Pseudonym „Oliver Onions“, benannt nach einem englischen Schriftsteller. Der Name wurde bewusst gewählt, weil er sich genauso schreibt, wie er ausgesprochen wird. Dies war die Geburtsstunde eines der erfolgreichsten Duos der Filmmusik.

Die musikalische Seele von Bud Spencer und Terence Hill

In den folgenden Jahren avancierten Guido und Maurizio De Angelis quasi zu den Hofkomponisten für die Filme von Bud Spencer und Terence Hill. Ihre Musik trug maßgeblich zum unbeschwerten und dynamischen Charakter der Filme bei. Ob es der treibende Rhythmus von „Dune Buggy“ aus „Zwei wie Pech und Schwefel“ (1974) war oder die eingängigen Melodien für Filme wie „Mein Name ist Nobody“ – die Kompositionen von Guido De Angelis trafen stets den Nerv der Zeit. Ihre Fähigkeit, traditionelle italienische Klänge mit internationalen Pop- und Rock-Einflüssen zu mischen, machte ihre Soundtracks unverwechselbar.

Erfolge jenseits der Leinwand

Die Karriere von Guido De Angelis beschränkte sich jedoch nicht nur auf die Filmmusik für das schlagkräftige Duo. Mit dem Song „Santa Maria“ landeten Oliver Onions 1980 einen gewaltigen Hit in Deutschland, der sich wochenlang auf Platz eins der Charts hielt. Neben seiner Arbeit als Musiker und Komponist trat Guido im Laufe der Jahre auch zunehmend als Produzent in Erscheinung. Auch im fortgeschrittenen Alter blieb er der Musik treu und feierte mit seinem Bruder bei Live-Konzerten in ganz Europa, bei denen sie ihre größten Hits aus den Spencer/Hill-Filmen spielten, triumphale Erfolge. Guido De Angelis hat sich mit seiner Arbeit ein musikalisches Denkmal gesetzt, das Generationen von Fans weiterhin begeistert.

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