Marc Lawrence

Frühe Jahre und der Beginn einer langen Karriere
Marc Lawrence wurde am 17. Februar 1910 als Max Goldsmith in New York City geboren. Seine Eltern waren jüdische Einwanderer aus Polen und Russland. Schon während seiner Schulzeit entdeckte er seine Leidenschaft für das Theater. Nach einem Studium am City College of New York erhielt er 1930 ein Stipendium für das Repertoiretheater von Eva Le Gallienne. Im Jahr 1933 feierte er schließlich sein Filmdebüt. Sein von Aknenarben gezeichnetes Gesicht, sein düsterer Blick und sein markanter New Yorker Straßenakzent prädestinierten ihn von Anfang an für Rollen als Bösewicht und Gangster.
Hollywoods „bester Gangster“ und das Exil in Europa
Über sechs Jahrzehnte hinweg verkörperte Lawrence unzählige Mafiosi, Handlanger und Unterweltbosse. Seine Darstellungen waren so authentisch, dass selbst echte Mafia-Größen wie Johnny Roselli ihn als den „besten Gangster in Filmen“ bezeichneten. 1951 geriet seine Karriere jedoch ins Stocken. Während der McCarthy-Ära wurde er vor das Komitee für unamerikanische Umtriebe (HUAC) geladen. Obwohl er kooperierte und frühere Kollegen aus der Kommunistischen Partei nannte, landete er auf der Schwarzen Liste Hollywoods. Daraufhin zog er mit seiner Frau Fanya Foss und den beiden Kindern nach Italien, wo er sechs Jahre lang im europäischen Exil lebte und in zahlreichen italienischen Filmen mitwirkte.
Rückkehr nach Hollywood und Rollen bei Spencer/Hill
Ende der 1950er Jahre kehrte Marc Lawrence in die USA zurück und nahm seine Karriere in Hollywood erfolgreich wieder auf. Er spielte unter anderem in zwei James-Bond-Filmen (Diamantenfieber und Der Mann mit dem goldenen Colt) und in dem Thriller Der Marathon-Mann (1976). Auch im italienischen Kino blieb er präsent, insbesondere in den Filmen von Bud Spencer und Terence Hill. In der Actionkomödie Der Supercop (1980) spielte er den Mafiaboss Torpedo an der Seite von Terence Hill. Auch in dem Solo-Film von Bud Spencer, Bud, der Ganovenschreck (Cane e gatto, 1983), war er als Don Licuti in seiner Paraderolle als alternder Mafia-Pate zu sehen.
Späte Jahre und Vermächtnis
Lawrence blieb bis ins hohe Alter aktiv. Neben der Schauspielerei führte er bei einigen Filmen und TV-Serien (unter anderem 77 Sunset Strip) auch Regie. In den 1990er Jahren hatte er Gastauftritte in den Star Trek-Serien The Next Generation und Deep Space Nine. Sein letzter Filmauftritt war 2003 in Looney Tunes: Back in Action. Im Jahr 1991 veröffentlichte er seine Autobiografie mit dem treffenden Titel Long Time No See: Confessions of a Hollywood Gangster. Marc Lawrence verstarb am 28. November 2005 im Alter von 95 Jahren an Herzversagen in seinem Haus in Palm Springs, Kalifornien.
Steckbrief zu Marc Lawrence
| Name | Marc Lawrence (geboren als Max Goldsmith) |
| Geburtsdatum | 17. Februar 1910 |
| Geburtsort | New York City, USA |
| Sterbedatum | 28. November 2005 (in Palm Springs, Kalifornien) |
| Beruf | Schauspieler, Regisseur |
| Bekannteste Rollen bei Spencer/Hill | Torpedo in „Der Supercop“, Don Licuti in „Bud, der Ganovenschreck“ |
| Weitere Meisterwerke | Diamantenfieber, Der Mann mit dem goldenen Colt, Der Marathon-Mann |
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Marc Lawrence
Marc Lawrence spielte den Mafiaboss Torpedo in der Actionkomödie „Der Supercop“ (1980) an der Seite von Terence Hill. Zudem verkörperte er den Mafia-Paten Don Licuti in Bud Spencers Solo-Film „Bud, der Ganovenschreck“ (Cane e gatto, 1983).
Aufgrund seines markanten, von Aknenarben gezeichneten Gesichts und seines New Yorker Akzents war Marc Lawrence über sechs Jahrzehnte hinweg Hollywoods erste Wahl für die Rolle von Gangstern, Mafiosi und Unterweltbossen.
Marc Lawrence spielte in zwei James-Bond-Filmen mit: 1971 in „Diamantenfieber“ (Diamonds Are Forever) an der Seite von Sean Connery und 1974 in „Der Mann mit dem goldenen Colt“ (The Man with the Golden Gun) neben Roger Moore.



