Biografien

Mario Carotenuto: Biografie des Charakterdarstellers

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Mario Carotenuto (1915–1995) war ein vielseitiger italienischer Schauspieler, der sich vor allem als Charakterdarsteller in unzähligen Filmkomödien einen Namen machte. Mit seinem unverwechselbaren Talent, überhebliche Industrielle, eingebildete Großstädter oder strenge Autoritätspersonen mit einem humorvollen Augenzwinkern darzustellen, prägte er das italienische Kino über Jahrzehnte. Auch im filmischen Umfeld von Bud Spencer und Terence Hill hinterließ er seine Spuren und wurde zu einem vertrauten Gesicht für viele Filmfans.

Steckbrief: Mario Carotenuto

Geburtsname Mario Carotenuto
Geboren am 29. Juni 1915
Geboren in Rom, Italien
Gestorben am 14. April 1995
Gestorben in Rom, Italien
Nationalität Italienisch
Beruf(e) Schauspieler
Bekannte Filme Liebe, Frauen und Soldaten, Ein Held unserer Tage, Teuflisches Spiel
Auszeichnungen Nastro d’Argento (1972)

Frühe Jahre und der Weg auf die Bühne

Mario Carotenuto wurde am 29. Juni 1915 in Rom geboren und entstammte einer Familie mit künstlerischen Wurzeln; sein Vater Nello Carotenuto war bereits als Stummfilmschauspieler tätig. Seine Jugend war nicht immer einfach und führte ihn, ebenso wie seinen Bruder Memmo, zeitweise in Besserungsanstalten. Trotz dieser schwierigen Anfänge entdeckte er früh seine Leidenschaft für die Bühne und feierte bereits im Alter von acht Jahren sein Debüt am renommierten Teatro Costanzi in Rom. Bevor er sich jedoch vollständig der Schauspielerei widmete, hielt er sich mit verschiedenen Gelegenheitsjobs, unter anderem als Fleischverkäufer, über Wasser. In den 1940er Jahren fand er schließlich eine Anstellung als Radioschauspieler und gründete 1953 sogar seine eigene Schauspieltruppe.

Eine beeindruckende Karriere in der Filmkomödie

Ab 1951 verlagerte sich Carotenutos Fokus zunehmend auf den Film. Nach einigen Statistenrollen avancierte er schnell zu einem gefragten Nebendarsteller und wirkte in fast 170 Filmen mit. Die meisten dieser Produktionen waren Komödien, in denen er seine Paraderolle fand: den Typus des überheblichen Industriellen, des strengen Vaters oder des eingebildeten Großstädters. Obwohl er einen Großteil seiner Karriere in sogenannten B-Filmen verbrachte, verlieh er seinen Figuren stets eine besondere Tiefe und Menschlichkeit. Seine schauspielerische Leistung in der Gesellschaftssatire „Teuflisches Spiel“ (Lo scopone scientifico) brachte ihm 1972 den begehrten Filmpreis Nastro d’Argento ein.

Verbindungen zum Spencer/Hill-Universum

Während Mario Carotenuto nicht zu den ständigen Wegbegleitern von Bud Spencer und Terence Hill gehörte, überschnitten sich ihre Wege in der florierenden italienischen Filmlandschaft der 1960er und 1970er Jahre mehrfach. Carotenuto spielte oft in Produktionen mit, die von denselben Regisseuren oder in ähnlichen komödiantischen Genres angesiedelt waren. Seine Auftritte in Filmen wie „Terror in Oklahoma“ (1959) oder „Der Meistergauner“ (1960) zeigten seine Affinität zu Rollen, die auch im späteren Action-Comedy-Umfeld von Spencer und Hill beliebt waren. Auch wenn er seltener an der Seite der beiden Prügelhelden oder anderer Haudegen wie Mario Brega stand, trug er maßgeblich zur Popularität der italienischen Komödie bei, die den Boden für den weltweiten Erfolg des Duos bereitete.

Vermächtnis eines Charakterdarstellers

Mario Carotenuto blieb bis ins hohe Alter aktiv und stand noch im Jahr seines Todes vor der Kamera. Er verstarb am 14. April 1995 in seiner Heimatstadt Rom an einem Krebsleiden und wurde in der Familiengruft beigesetzt. Sein umfangreiches Werk und seine unverwechselbare Art, komische Charaktere mit Leben zu füllen, machen ihn zu einem unvergesslichen Teil der italienischen Filmgeschichte. Auch wenn er oft in der zweiten Reihe stand, war es gerade seine Präsenz, die vielen Filmen – nicht unähnlich den Produktionen von Sergio Leone – ihren authentischen, italienischen Charme verlieh.

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