Zwei sind nicht zu bremsen (1978) – Halbbrüder gegen die Casino-Mafia
Mit Zwei sind nicht zu bremsen (Originaltitel: Pari e dispari) setzten Bud Spencer und Terence Hill 1978 ihre Erfolgsserie in den USA fort. Unter der Regie von Sergio Corbucci, einem der Meister des Italowesterns, verlagerten sie das Geschehen nach Florida. Der Film kombiniert klassische Spencer/Hill-Elemente mit dem glitzernden Ambiente von Spielcasinos und Yachten. Mit über 5,2 Millionen Kinobesuchern in Deutschland und der Auszeichnung mit der Goldenen Leinwand gehört diese Komödie zu den erfolgreichsten Filmen des schlagkräftigen Duos.
Die Handlung: Ein ungleiches Paar in Florida
Im Süden Floridas kontrolliert die Mafia, angeführt von dem skrupellosen Buchmacher und Casinobesitzer Carabulis (Luciano Catenacci), eine Reihe von Spielcasinos. Regelmäßig werden dort Matrosen und Offiziere der U.S. Navy beim Glücksspiel abgezockt. Da die Navy nicht offiziell eingreifen kann, beauftragt Admiral O’Connor den brillanten Lieutenant Johnny Firpo (Terence Hill) vom Marinegeheimdienst mit der Zerschlagung der Bande. Johnny verfügt zwar über ein fotografisches Gedächtnis und ist ein Meister der Selbstverteidigung, hat aber keine Ahnung von Glücksspielen.
Hier kommt sein Halbbruder Charlie (Bud Spencer) ins Spiel. Charlie ist ein ehemaliger Berufsspieler, der einst für Carabulis gearbeitet hat, dem Glücksspiel aber abgeschworen hat und nun lieber ehrlich als Trucker arbeitet. Mit einer List – der Behauptung, Geld für eine Augenoperation ihres „blinden“ Vaters zu benötigen – überredet Johnny seinen Halbbruder zur Zusammenarbeit. Charlie weiht Johnny in die Geheimnisse des Pokerns ein, sodass dieser schließlich auf Carabulis‘ Casino-Yacht antreten kann. Während Johnny die Mafia beim Kartenspiel abkassiert, eilt Charlie zur Yacht, um mit seinem Halbbruder abzurechnen, nachdem er den Schwindel um den Vater durchschaut hat. Das Ganze gipfelt in einer massiven Schlägerei, an deren Ende die Gewinne an ein Waisenhaus gespendet werden.
Familienbande und bekannte Gesichter
Ein interessantes Detail für Fans: In einer kleinen Nebenrolle als Soldat ist Bud Spencers Sohn Giuseppe Pedersoli zu sehen (wenn auch ungenannt im Abspann). Zudem wird in einer Szene, als Johnny seinen Auftrag erhält, ein altes Foto von Bud Spencer ohne Bart gezeigt, das Terence Hill dann kurzerhand mit einem Filzstift anpasst. Auch der restliche Cast ist gespickt mit alten Bekannten: Neben dem unvermeidlichen Riccardo Pizzuti glänzt Sal Borgese als „Nynfus“.
Für die deutsche Synchronisation war einmal mehr Karlheinz Brunnemann verantwortlich. Während Thomas Danneberg wie gewohnt Terence Hill sprach, wurde Bud Spencer in diesem Film ausnahmsweise von Martin Hirthe (statt Wolfgang Hess) synchronisiert. Den passenden Soundtrack lieferten – wie so oft – die De Angelis-Brüder (Oliver Onions), die den Filmszenen den perfekten musikalischen Rahmen gaben.
Filmdaten auf einen Blick
| Originaltitel: | Pari e dispari |
| Erscheinungsjahr: | 1978 |
| Regie: | Sergio Corbucci |
| Darsteller: | Terence Hill, Bud Spencer, Luciano Catenacci, Sal Borgese, Riccardo Pizzuti |
| Musik: | Guido & Maurizio De Angelis (Oliver Onions) |
| Länge: | ca. 115 Minuten |
| Deutsche Synchronsprecher: | Thomas Danneberg (Hill), Martin Hirthe (Spencer) |
FAQ zu Zwei sind nicht zu bremsen
Das schnelle und gefährliche Ballspiel, das im Film gezeigt wird, heißt „Jai Alai“. Dabei wird der Ball mit einem speziellen, korbartigen Schläger (Cesta) gegen eine Wand geschleudert und darf nur einmal aufprallen, bevor der Gegner ihn zurückspielen muss.
In „Zwei sind nicht zu bremsen“ wird Bud Spencer nicht von seinem Stammsprecher Wolfgang Hess synchronisiert, sondern von Martin Hirthe. Hirthe lieh Spencer auch in einigen anderen Filmen (wie „Sie nannten ihn Plattfuß“) seine markante Stimme.
Ja, aufgrund des enormen Erfolgs an den deutschen Kinokassen (über 5,2 Millionen Besucher) wurde „Zwei sind nicht zu bremsen“ im Jahr 1979 mit der renommierten Goldenen Leinwand ausgezeichnet.



