Draufhauen und Synchronsprechen: Reinhard Kolldehoff
Mindestens einmal in der Woche sollten Sie einen Bud Spencer und Terence Hill-Abend einlegen. Die zahlreichen Filme, ob nun gemeinsame Werke oder Soloprojekte, sind immer wieder ein großer Spaß. Doch schauen Sie etwas genauer hin, fällt Ihnen bestimmt schnell eine Kleinigkeit auf. In zahlreichen Nebenrollen finden immer wieder dieselben Schauspieler einen Platz. Insofern ist es nicht ungewöhnlich, dass der Handlanger des Bösewichts im nächsten Film als Barkeeper zu sehen ist. Das hatte in den 60er bis 80er Jahren viele Gründe. Einer davon war, dass gute und vor allem passende Schauspieler doch eher Mangelware waren. Umso besser für Reinhard Kolldehoff, denn der deutsche Schauspieler konnte sich einige Rollen in Spencer/Hill-Filmen sichern.
Eine wahre Legende
Geboren wurde Reinhard Kolldehoff, der oftmals nur als „René“ bezeichnet wurde, am 29. April 1914 in
Weitere Namen auf seiner Liste: seine Kollegen Bud Spencer und Terence Hill
Im Laufe seiner Karriere kam er natürlich auch nicht um Bud Spencer und Terence Hill herum. Die beiden
Als Synchronsprecher für Bud und Terence
Neben seinen Auftritten in den Filmen der beiden Haudrauf war Reinhard Kolldehoff ebenfalls als Synchronsprecher für andere Darsteller in deren Filme zuständig. Es begann im Jahr 1965, als er als Sprecher für Ilija Ivezic in „Der Ölprinz“ eingesetzt wurde. Danach folgten Synchronisationen in „Gott vergibt – Django nie!“ und „Auch die Engel essen Bohnen“. Natürlich hat er in den Filmen, wo er selbst mitgespielt hat, zum Großteil seine eigene Stimme synchronisiert. Das war notwendig, denn viele der Filme wurden zunächst in Italienisch vertont. Lauschen Sie aber bedächtig, können Sie seine Stimme auch bei Luis Bardoo oder Giulio Maculani hören.