Kurzweilig die Stimme von Bud Spencer: Martin Hirthe
Im Laufe seiner Karriere hat Bud Spencer nicht nur in zahlreichen Filmen mitgespielt, sondern wurde immer wieder von anderen Synchronsprechern gesprochen. Einer von diesen war Martin Hirthe, der zwar nicht lange als deutsche Stimme des Dampfhammers im Einsatz war, aber dennoch ein fester Teil des Bud Spencer und Terence Hill-Universums ist. Bekannt geworden ist Martin Hirthe sowohl als Fernsehschauspieler, Theaterschauspieler als auch Synchronsprecher.
Das Leben von Martin Hirthe

Siebenmal Bud Spencer
Über die Grenzen von Deutschland hinaus erlangte Martin Hirthe an Ruhm, indem er der Synchronsprecher von Bud Spencer wurde. In insgesamt sieben Abenteuern des Dampfhammers lieh Martin Hirthe ihm seine Stimme. Darunter sind zwei gemeinsame Filme mit Bud Spencer und Terence Hill sowie fünf Soloprojekte des Pfundskerls. Alles fing mit „Gott vergibt… Django nie“ an. In der Comedy-Version konnten Sie Martin Hirthe als Bud Spencer bzw. als Hutch Bessy hören. Auch in „Zwei sind nicht zu bremsen“ lieh der ihm seine Stimme. Eine kleine Besonderheit ist, dass Sie Martin Hirthe nicht nur als die Stimme von Bud Spencer hörten. In zahlreichen Filmen des Duos war er ebenfalls für andere Schauspieler tätig. Beispielsweise in der Comedy-Version von „Hügel der blutigen Stiefel“ hören Sie ihn für Victor Buono als Fisher. Ebenso ist er in „Vier für ein Ave Maria“, „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“ und „Zwei wie Pech und Schwefel“ zu hören. In diesen Werken der beiden Haudrauf spricht er immer einen der Nebendarsteller. Dennoch war Martin Hirthe niemals die Hauptstimme von Bud Spencer. Heute ist eher die markante Stimme von Wolfgang Hess als die ultimative Bud Spencer-Stimme bekannt.
Weitere Tätigkeiten von Martin Hirthe
Natürlich lieh Martin Hirthe nicht nur Bud Spencer seine Stimme, sondern noch zahlreichen anderen Schauspielern. Darunter fallen Lee Marvin, Stanley Baker, Claude Akins, Peter Ustinov, Jack Warden, Richard Mulligan, Charles Grey und noch vielen weitere. Darüber hinaus überzeugte seine Stimme in zahlreichen Hörspielen, was nicht verwunderlich war. Immerhin war diese recht massiv, imposant und herb. In 1953 stand er zum ersten Mal für ein Hörspiel vor dem Mikrofon. Er sprach eine Rolle in „Raumstation beherrscht die Erde“. 1957 folgte das nächste Hörspiel mit „Unwiederbringlich“. In den nachfolgenden Jahren hat er immer wieder bei Hörspielen mitgemacht. Darunter „Nimm Platz und stirb“, „Fünf tote alte Damen“, „Die letzte Visite“, „Das vierte Skalpell“ oder „Ein Mord zur rechten Zeit“. Das letzte Mal war Martin Hirthe im Jahr 1980 als Hörspielstimme im Einsatz. Im heute sehr bekannten Werk „Der kleine Hobbit“ sprach er sowohl den Tom als auch den Elfenkönig.
