Sergio Corbucci

Die frühen Jahre und der Beginn im Filmgeschäft
Sergio Corbucci, geboren am 6. Dezember 1927 in Rom, war einer der einflussreichsten und prägendsten Filmregisseure des italienischen Kinos. Seine Karriere begann 1948 als Regieassistent bei Aldo Vergano und Enzo Trapani. Bereits 1951 feierte er sein Regiedebüt mit Salvate mia figlia. In den Anfangsjahren widmete er sich vor allem Komödien und arbeitete mit populären italienischen Komikern wie Totò sowie dem Duo Franco & Ciccio zusammen. Seine Vielseitigkeit zeigte sich bald, als er Ende der 1950er Jahre als Second-Unit-Regisseur an Monumentalfilmen wie Die letzten Tage von Pompeji mitwirkte und schließlich eigene Sandalenfilme inszenierte.
Der Durchbruch: Django und der Italowestern
In den 1960er Jahren fand Corbucci seine wahre Bestimmung im Italowestern. Neben Sergio Leone gilt er als der wichtigste Wegbereiter dieses Genres. Während sein früher Western Minnesota Clay (1964) noch amerikanische Einflüsse zeigte, revolutionierte er 1966 das Genre mit dem Meisterwerk Django. Der Film, mit Franco Nero in der Hauptrolle, bestach durch seine düstere Atmosphäre, den zynischen Antihelden, exzessive Gewaltdarstellungen und den unvergesslichen Sarg, den Django hinter sich herzog. Django wurde zu einem internationalen Phänomen und zog unzählige inoffizielle Fortsetzungen nach sich. Mit weiteren Klassikern wie Leichen pflastern seinen Weg (1968) und Die gefürchteten Zwei (1968) festigte Corbucci seinen Ruf als visionärer Regisseur mit gesellschaftskritischen Untertönen.
Die großen Komödien mit Bud Spencer und Terence Hill
Als der Boom des Italowesterns in den 1970er Jahren abflachte, wandte sich Sergio Corbucci wieder verstärkt der Komödie zu. Diese Phase seiner Karriere ist für Fans des schlagkräftigen Duos von besonderer Bedeutung. Corbucci inszenierte einige der größten kommerziellen Erfolge von Bud Spencer und Terence Hill. 1978 führte er Regie bei dem Casino-Hit Zwei sind nicht zu bremsen (Pari e dispari), in dem das Duo in Miami gegen die Wettmafia antritt. Drei Jahre später, 1981, schickte er sie in Zwei Asse trumpfen auf (Chi trova un amico, trova un tesoro) auf eine einsame Pazifikinsel, wo sie sich mit Piraten und einem vergessenen japanischen Soldaten herumschlagen müssen.
Auch in Soloprojekten der beiden Stars war Corbucci aktiv. So drehte er 1980 mit Terence Hill die erfolgreiche Science-Fiction-Komödie Der Supercop (Poliziotto superpiù). Corbuccis Talent für komödiantisches Timing und spektakuläre Action-Choreografien passte perfekt zum Stil der beiden Schauspieler.
Späte Jahre und Vermächtnis
Bis in die späten 1980er Jahre blieb Corbucci ein produktiver Regisseur, der auch mit anderen Stars wie Adriano Celentano (z. B. in Bluff) zusammenarbeitete. Seine letzte Regiearbeit war die Fernsehproduktion Gefährliche Begegnung im Jahr 1990. Sergio Corbucci verstarb am 1. Dezember 1990 in seiner Heimatstadt Rom, nur wenige Tage vor seinem 63. Geburtstag. Sein Kollege Sergio Leone bezeichnete ihn einst als den kreativsten italienischen Regisseur seiner Zeit. Sein jüngerer Bruder Bruno Corbucci war ebenfalls ein bekannter Regisseur und Drehbuchautor, der unter anderem an den Miami-Cops-Filmen beteiligt war.
Steckbrief zu Sergio Corbucci
| Name | Sergio Corbucci |
| Pseudonyme | Stanley Corbett, Gordon Wilson jr. |
| Geburtsdatum | 6. Dezember 1927 |
| Geburtsort | Rom, Italien |
| Sterbedatum | 1. Dezember 1990 (in Rom) |
| Beruf | Filmregisseur, Drehbuchautor, Produzent |
| Bekannteste Filme mit Spencer/Hill | Zwei sind nicht zu bremsen, Zwei Asse trumpfen auf, Der Supercop |
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Sergio Corbucci
Sergio Corbucci führte Regie bei den großen Duo-Klassikern „Zwei sind nicht zu bremsen“ (1978) und „Zwei Asse trumpfen auf“ (1981). Außerdem inszenierte er den Solo-Hit „Der Supercop“ (1980) mit Terence Hill in der Hauptrolle.
Neben seinen Komödien ist Sergio Corbucci vor allem als einer der prägendsten Regisseure des Italowesterns berühmt. Sein Meisterwerk „Django“ (1966) mit Franco Nero sowie „Leichen pflastern seinen Weg“ (1968) gelten als absolute Meilensteine des Genres.
Ja, Bruno Corbucci war der jüngere Bruder von Sergio Corbucci. Bruno war ebenfalls ein sehr erfolgreicher Filmregisseur und Drehbuchautor in Italien, der unter anderem die Komödie „Die Miami Cops“ mit Bud Spencer und Terence Hill inszenierte.



