Tonino Valerii

Anfänge an der Seite von Sergio Leone
Tonino Valerii, eigentlich Antonio Valerii, wurde am 20. Mai 1934 in Montorio al Vomano in den Abruzzen geboren. Seine Karriere im Filmgeschäft begann er zunächst als Dokumentarfilmer und Drehbuchautor, wobei er unter Pseudonym an Horrorfilmen mitwirkte. Den entscheidenden Schritt in seiner Laufbahn machte er jedoch als Regieassistent von Sergio Leone. Bei den stilprägenden Italowestern Für eine Handvoll Dollar (1964) und Für ein paar Dollar mehr (1965) lernte er das Handwerk von Leone, was seinen eigenen, späteren Regiestil maßgeblich beeinflusste.
Eigene Erfolge im Italowestern
Mit dem erworbenen Wissen startete Valerii seine eigene Karriere als Regisseur. Er inszenierte ernsthafte und handwerklich solide Italowestern wie Der Tod ritt dienstags (1967) und Blutiges Blei (1969). Im Jahr 1972 führte er Regie bei Sie verkaufen den Tod, einem Western, in dem Bud Spencer an der Seite von James Coburn zu sehen war. In Deutschland wurde dieser Film jedoch stark gekürzt und als Komödie unter dem Titel Der Dicke und das Warzenschwein vermarktet, was der eigentlichen Intention des Regisseurs widersprach.
Das Meisterwerk: Mein Name ist Nobody
Seinen größten und bekanntesten Erfolg feierte Tonino Valerii im Jahr 1973 mit dem Kultfilm Mein Name ist Nobody (Il mio nome è Nessuno). Diese meisterhafte Parodie auf den Italowestern brachte ihn erneut mit Sergio Leone zusammen, der als Produzent (und bei einigen Szenen als ungenannter Co-Regisseur) fungierte. In der Hauptrolle brillierte Terence Hill als der schlagfertige und flinke Nobody, der sein Idol, den alternden Revolverhelden Jack Beauregard (gespielt von Henry Fonda), zu einem glorreichen Abgang drängt. Der Film vereint perfekt die epische Bildsprache Leones mit dem komödiantischen Talent von Terence Hill und der grandiosen Musik von Ennio Morricone.
Späte Karriere und Lebensabend
Nach dem Erfolg von Mein Name ist Nobody wandte sich Valerii anderen Genres zu. Er drehte Kriminalfilme, Actionstreifen wie Der Gorilla begleicht die Rechnung (1976) und arbeitete später vermehrt für das Fernsehen. In den 1980er Jahren ließen seine Kinoerfolge nach. Tonino Valerii verstarb am 13. Oktober 2016 im Alter von 82 Jahren in Teramo. Er bleibt als einer der fähigsten Regisseure des Italowesterns in Erinnerung, der es verstand, Spannung und Ironie meisterhaft zu verbinden.
Steckbrief zu Tonino Valerii
| Geburtsname | Antonio Valerii |
| Geburtsdatum | 20. Mai 1934 |
| Geburtsort | Montorio al Vomano, Abruzzen, Italien |
| Sterbedatum | 13. Oktober 2016 (in Teramo) |
| Beruf | Filmregisseur, Drehbuchautor |
| Bekannteste Filme mit Spencer/Hill | Mein Name ist Nobody (mit Terence Hill), Sie verkaufen den Tod (mit Bud Spencer) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Tonino Valerii
Tonino Valerii führte Regie bei dem Kult-Western „Mein Name ist Nobody“ aus dem Jahr 1973. In diesem Film spielte Terence Hill die Titelrolle an der Seite der Hollywood-Legende Henry Fonda. Sergio Leone fungierte bei diesem Film als Produzent.
Ja, 1972 inszenierte er den Western „Sie verkaufen den Tod“ (Una ragione per vivere e una per morire), in dem Bud Spencer neben James Coburn und Telly Savalas eine Hauptrolle spielte. In Deutschland wurde der Film fälschlicherweise als Komödie vermarktet.
Tonino Valerii lernte sein Handwerk als Regieassistent von Sergio Leone. Er assistierte ihm bei den ersten beiden Filmen der Dollar-Trilogie: „Für eine Handvoll Dollar“ (1964) und „Für ein paar Dollar mehr“ (1965).



