Filme

Zwei Asse trumpfen auf (1981) – Schatzsuche auf Pongo Pongo

4.9
(44)

Mit Zwei Asse trumpfen auf (Originaltitel: Chi trova un amico, trova un tesoro) lieferten Bud Spencer und Terence Hill 1981 eine ihrer abenteuerlichsten Komödien ab. Unter der Regie von Sergio Corbucci, der bereits für Klassiker wie Zwei sind nicht zu bremsen verantwortlich war, verschlägt es das schlagkräftige Duo auf eine einsame Pazifikinsel. Der Film kombiniert klassische Schatzsucher-Elemente mit der bewährten Prügel-Action und einem unvergesslichen Soundtrack von La Bionda.

Die Handlung: Blinder Passagier und Puffin-Marmelade

Die Geschichte beginnt rasant: Der spielsüchtige Alan (Terence Hill) flieht vor den Geldeintreibern der Frisco-Gang. Von seinem Onkel Brady erhält er eine alte Schatzkarte, die den Weg zu 300 Millionen Dollar auf der Pazifikinsel Pongo Pongo weisen soll. Auf der Flucht schleicht sich Alan als blinder Passagier auf das Boot des Skippers Charlie O’Brien (Bud Spencer). Charlie befindet sich gerade auf einer Werbefahrt für „Puffin-Marmelade“ und hat keine Ahnung, wer sich unter Deck versteckt. Alan klaut Charlies Essen und manipuliert heimlich den Kompass, sodass das Boot direkt auf Pongo Pongo zusteuert.

Nachdem Charlie den blinden Passagier entdeckt und die Manipulation bemerkt, kommt es zu einem Handgemenge, bei dem beide ins Wasser fallen und auf die Insel schwimmen müssen. Dort treffen sie auf einen Eingeborenenstamm unter der Führung von Königin „Mama“ und ihrem tollpatschigen Sohn Anulu (gespielt von Sal Borgese). Doch der Schatz wird von Kamasuka bewacht – einem japanischen Soldaten, der nicht mitbekommen hat, dass der Zweite Weltkrieg längst vorbei ist. Gemeinsam müssen Charlie und Alan nicht nur Kamasuka überzeugen, sondern sich auch gegen blutrünstige Piraten und die nachgereiste Frisco-Gang zur Wehr setzen.

Hintergründe, Drehorte und Inspiration

Der Film wurde vor malerischer Kulisse auf der Halbinsel Key Biscayne in der Nähe von Miami (Florida) gedreht. Die Figur des japanischen Soldaten Kamasuka ist nicht rein fiktiv, sondern stark von der wahren Geschichte des Onoda Hirō inspiriert. Dieser weigerte sich auf einer philippinischen Insel fast 30 Jahre lang, das Ende des Zweiten Weltkriegs anzuerkennen. Im Film wird diese Tragik humorvoll überspitzt, wenn sich Kamasuka nach der Karriere von „Leutnant Toyota“ oder „Feldwebel Kawasaki“ erkundigt.

Auch musikalisch ist der Film ein Highlight: Der Titelsong Movin‘ Cruisin‘ von The Oceans (produziert von La Bionda) ist ein absoluter Ohrwurm. Die deutsche Synchronisation übernahm erneut Karlheinz Brunnemann. Während Terence Hill wie gewohnt von Thomas Danneberg gesprochen wird, leiht Wolfgang Hess Bud Spencer seine markante Stimme. Eine kleine Besonderheit: Der Chef der Piraten (Kador) wird von Arnold Marquis gesprochen, der Bud Spencer in anderen Filmen synchronisierte.

Filmdaten auf einen Blick

Originaltitel:Chi trova un amico, trova un tesoro
Erscheinungsjahr:1981
Regie:Sergio Corbucci
Darsteller:Terence Hill, Bud Spencer, Sal Borgese, John Fujioka
Musik:Carmelo & Michelangelo La Bionda
Länge:106 Minuten
Deutsche Synchronsprecher:Thomas Danneberg (Hill), Wolfgang Hess (Spencer)

FAQ zu Zwei Asse trumpfen auf

Gibt es die Puffin-Marmelade wirklich?

Ja und nein. Im Film war die Puffin-Marmelade rein fiktiv und diente als running Gag für Charlies Werbefahrt. Aufgrund des großen Kultstatus des Films kann man heute jedoch tatsächlich „Puffin-Marmelade“ (oft als Orangenmarmelade) bei verschiedenen Fanshops und einer Münchner Firma online bestellen.

Wo wurde „Zwei Asse trumpfen auf“ gedreht?

Obwohl die Handlung auf der fiktiven Pazifikinsel „Pongo Pongo“ spielt, fanden die Dreharbeiten in den USA statt. Als Kulisse für die tropische Insel diente die Halbinsel Key Biscayne in der Nähe von Miami im Bundesstaat Florida.

Wer spielt den japanischen Soldaten Kamasuka?

Der japanische Soldat Kamasuka, der den Schatz bewacht, wird von dem hawaiianisch-japanischen Schauspieler John Fujioka (in den Credits oft als John Fukoja gelistet) gespielt. Die Figur basiert lose auf dem echten japanischen Soldaten Onoda Hirō.

Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 4.9 / 5. Anzahl Bewertungen: 44

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Mehr anzeigen

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"