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Vier für ein Ave Maria (1968)

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Vier für ein Ave Maria (Originaltitel: I quattro dell’ Ave Maria) ist ein Italowestern aus dem Jahr 1968 und die direkte Fortsetzung des Erfolgsfilms Gott vergibt… Django nie!. Unter der erneuten Regie von Giuseppe Colizzi kehren Bud Spencer und Terence Hill in ihren Rollen als Hutch Bessy und Cat Stevens zurück. Der Film markiert den Mittelteil einer Trilogie, die ein Jahr später mit Hügel der blutigen Stiefel ihren Abschluss fand. An ihrer Seite glänzt diesmal Hollywood-Star Eli Wallach, der dem Film mit seiner schlitzohrigen Darstellung eine ganz besondere Dynamik verleiht.

Die Handlung: Rache, Verrat und ein Casino-Coup

Die Geschichte setzt nahtlos dort an, wo der Vorgängerfilm endete. Cat und Hutch sind auf dem Weg nach El Paso, um die Belohnung für die Wiederbeschaffung der gestohlenen 300.000 Dollar zu kassieren. Dort zwingen sie den korrupten Banker Harold, der mit dem getöteten Banditen Bill San Antonio unter einer Decke steckte, zur Herausgabe des Geldes. Doch Harold hat noch ein Ass im Ärmel: Er verhilft dem Banditen Cacopoulos (Eli Wallach) zur Flucht aus dem Gefängnis, damit dieser Cat und Hutch das Geld wieder abjagt.

Was Harold nicht ahnt: Cacopoulos wurde vor 15 Jahren genau von ihm und seinen Komplizen Paco und Drake verraten. Anstatt Harold zu helfen, erschießt Cacopoulos ihn und beginnt einen Rachefeldzug gegen seine ehemaligen Kameraden. Dabei stiehlt er Cat und Hutch ihr hart erkämpftes Geld. Zähneknirschend müssen sich die beiden mit dem schlitzohrigen Cacopoulos zusammentun, um ihr Geld zurückzubekommen. Die Jagd führt sie schließlich in die Spielerstadt Fair City, wo Drake ein großes Casino leitet. Gemeinsam mit dem afroamerikanischen Akrobaten Thomas (Brock Peters) decken sie einen massiven Roulette-Betrug auf, sprengen die Bank und bringen Drake in einem spektakulären Finale zur Strecke.

Der Übergang zum Spaß-Western

Während der erste Teil der Trilogie noch ein harter, klassischer Italowestern war, schlägt Vier für ein Ave Maria bereits deutlich humorvollere Töne an. Der bekannte Western-Experte Joe Hembus stellte treffend fest, dass Regisseur Colizzi und seine Hauptdarsteller mit diesem Film dem Genre seine Zukunft als Spaßwestern wiesen. Die absurde Allianz zwischen dem stoischen Hutch, dem agilen Cat und dem unberechenbaren Cacopoulos sorgt für zahlreiche erheiternde Szenen, die den späteren Komödien des Duos bereits sehr nahekommen.

Zwei deutsche Synchronisationen

Wie bei vielen frühen Werken von Spencer und Hill gibt es auch hier zwei unterschiedliche deutsche Synchronisationen:

  • Die erste Kino-Fassung (1969): Diese Version war 128 Minuten lang, ab 18 Jahren freigegeben und wurde von Arnold Marquis (als Hutch) und Claus Jurichs (als Cat) gesprochen. Diese Fassung gilt heute als verschollen und wurde nie auf DVD veröffentlicht.
  • Die Neusynchronisation (1977): Um den Film für ein jüngeres Publikum (ab 16 Jahren) freigeben zu können, wurde er um harte Actionszenen auf ca. 122 Minuten gekürzt und mit mehr Humor angereichert. Hier kamen erstmals die bekannten Stammsprecher Wolfgang Hess (für Bud Spencer) und Thomas Danneberg (für Terence Hill) zum Einsatz. Spätere TV-Ausstrahlungen wurden für eine FSK-12-Freigabe noch weiter gekürzt.

Filmdaten und Besetzung

Originaltitel:I quattro dell’ Ave Maria
Erscheinungsjahr:1968
Regie:Giuseppe Colizzi
Genre:Italowestern / Spaßwestern
Länge:128 Min. (Ur-Fassung) / 122 Min. (FSK 16) / 117 Min. (DVD-Fassung)
Besetzung:Terence Hill (Cat Stevens), Bud Spencer (Hutch Bessy), Eli Wallach (Cacopoulos), Brock Peters (Thomas), Kevin McCarthy (Drake)

FAQ zum Film Vier für ein Ave Maria

Ist der Film eine Fortsetzung?

Ja, „Vier für ein Ave Maria“ schließt nahtlos an die Handlung von „Gott vergibt… Django nie!“ an. Cat und Hutch wollen das Geld aus dem ersten Teil zur Bank bringen, was den Startschuss für das neue Abenteuer liefert.

Wer spielt den Banditen Cacopoulos?

Die Rolle des schlitzohrigen Cacopoulos wird von dem legendären US-Schauspieler Eli Wallach verkörpert, der durch seine Rolle als „der Hässliche“ in Sergio Leones „Zwei glorreiche Halunken“ weltberühmt wurde.

Gibt es den Film ungekürzt auf Deutsch?

Nein. Die ursprüngliche deutsche Kinofassung von 1969 (128 Minuten) ist nicht mehr verfügbar. Alle heutigen DVD- und TV-Fassungen basieren auf der Neusynchronisation von 1977, die um einige harte Szenen gekürzt wurde.

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