Vier Fäuste für ein Halleluja (1971)
Vier Fäuste für ein Halleluja (Originaltitel: …continuavano a chiamarlo Trinità) aus dem Jahr 1971 ist die direkte Fortsetzung des Mega-Hits Die rechte und die linke Hand des Teufels. Unter der erneuten Regie von Enzo Barboni (E.B. Clucher) übertraf der Film seinen Vorgänger sogar noch an Popularität. Mit über 12,2 Millionen Kinobesuchern in der Bundesrepublik Deutschland ist er der erfolgreichste Kinofilm der 1970er Jahre und belegt bis heute Platz 10 der All-Time-Kinocharts. Bud Spencer und Terence Hill zementierten mit dieser Westernparodie endgültig ihren Status als das legendärste Prügel-Duo der Filmgeschichte.
Die Handlung: Vom Pferdedieb zum widerwilligen Helden
Bambi (Bud Spencer) ist ein erfahrener Pferdedieb, der von seinem alten Vater den Auftrag erhält, seinen faulen und ungeliebten Bruder Trinity (Terence Hill) in die Geheimnisse des ehrenwerten Diebeshandwerks einzuweisen. Trinity hingegen hat eigentlich den Auftrag, auf Bambi aufzupassen, und treibt diesen mit seiner lockeren Art regelmäßig zur Weißglut.
Ihre ersten Versuche als Kriminelle scheitern kläglich: Statt eine arme Siedlerfamilie auszurauben, geben sie ihnen am Ende sogar Geld, damit sie ihr krankes Baby behandeln lassen können. In der Stadt geraten sie an den skrupellosen Verbrecher Parker. Bei einem teuren Restaurantbesuch fallen die Brüder durch ihr völlig ungehobeltes Benehmen auf, und Trinity beweist im Saloon beim Poker gegen den Falschspieler Wildcat Hendricks seine übermenschlichen Reflexe an der Waffe. Als Bambi erfährt, dass Parker eine örtliche Mission als Umschlagplatz für illegale Waffengeschäfte nutzt, wittert er große Beute. Gemeinsam mit Trinity legt er eine „Beichte“ ab, die schließlich in einer gewaltigen Prügelei mündet, in der sie Parkers Männer vernichtend schlagen. Die Beute müssen sie am Ende zwar echten Regierungsbeamten überlassen, aber sie haben einmal mehr das Gute getan – wenn auch völlig unfreiwillig.
Die legendäre Ohrfeigen-Szene und zwei Synchronisationen
Ein absolutes Highlight des Films ist die berühmte Duellszene: Als der Falschspieler Wildcat Hendricks Trinity zum Pistolenduell fordert, ohrfeigt Trinity ihn mehrfach in rasender Geschwindigkeit, während er seinen Revolver abwechselnd zieht und wieder ins Holster steckt, ohne dass sein Gegner auch nur reagieren kann. Solche Szenen machten den Film unsterblich.
Wie bei vielen Spencer/Hill-Filmen existieren auch hier zwei unterschiedliche Synchronfassungen. Die erste Kinofassung von 1972 war noch etwas ernster angelegt (mit den Namen „Der müde Joe“ und „Der Kleine“). Anfang der 1980er Jahre wurde der Film von Rainer Brandt neu synchronisiert. Diese zweite, um etwa acht Minuten gekürzte Fassung ist heute die bekanntere: Sie strotzt vor Schnodderdeutsch, grandiosen Zitaten und etablierte die Namen „Trinity“ und „Bambi“ (gesprochen von Thomas Danneberg und Arnold Marquis).
Filmdaten und Besetzung
| Originaltitel: | …continuavano a chiamarlo Trinità |
| Erscheinungsjahr: | 1971 |
| Regie: | Enzo Barboni (als E.B. Clucher) |
| Genre: | Westernkomödie / Parodie |
| Länge: | 121 Min. (Original) / 113 Min. (Comedy-Fassung) |
| Besetzung: | Terence Hill (Trinity), Bud Spencer (Bambi), Yanti Somer (Judy), Harry Carey junior (Vater), Emilio Delle Piane (Parker), Riccardo Pizzuti (Banditenchef) |
FAQ zum Film Vier Fäuste für ein Halleluja
Mit über 12,2 Millionen Kinobesuchern ist „Vier Fäuste für ein Halleluja“ der erfolgreichste Kinofilm der 1970er Jahre in Deutschland und belegt bis heute Platz 10 der ewigen Kinocharts.
Das Titellied „Trinity stand tall“ wurde von den Brüdern Guido & Maurizio De Angelis komponiert und unter ihrem berühmten Pseudonym „Oliver Onions“ interpretiert.
Ja, es gibt die Original-Kinofassung von 1972, in der die beiden „Der müde Joe“ und „Der Kleine“ heißen, und die wesentlich bekanntere, lustigere „Comedy-Synchronisation“ von Rainer Brandt aus den 1980er Jahren, in der sie „Trinity“ und „Bambi“ genannt werden.



