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Das Krokodil und sein Nilpferd (1979) – Fäuste für den Tierschutz

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Mit Das Krokodil und sein Nilpferd (Originaltitel: Io sto con gli ippopotami) setzten Bud Spencer und Terence Hill 1979 ein starkes Zeichen für den Natur- und Tierschutz – natürlich verpackt in eine actionreiche Komödie. Unter der Regie von Italo Zingarelli verschlägt es das schlagkräftige Duo nach Afrika, genauer gesagt nach Rhodesien (das heutige Simbabwe). Der Film kombiniert die bewährte Prügel-Formel mit einer ökologischen Botschaft und wurde 1980 völlig zu Recht mit der Goldenen Leinwand für seinen herausragenden Kinoerfolg in Deutschland ausgezeichnet.

Die Handlung: Zwei Cousins gegen den skrupellosen Ormond

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die beiden ungleichen Cousins Tom (Bud Spencer), genannt „Nilpferd“, und Slim (Terence Hill), das „Krokodil“. Während Slim ein abenteuerlustiger Globetrotter und Tierschützer ist, verdient Tom sein Geld mit Safaris für Touristen. Als Slim nach langer Abwesenheit in seine afrikanische Heimat zurückkehrt, ist die Begrüßung typisch für das Duo: Er zerschießt kurzerhand die Reifen von Toms Jeep, der daraufhin im Fluss versinkt.

Trotz anfänglicher Reibereien müssen sich die beiden Cousins zusammenraufen, als ein gemeinsamer Feind auf den Plan tritt: Der skrupellose Spekulant und Geschäftsmann Jack Ormond (gespielt von dem ehemaligen Schwergewichtsboxer Joe Bugner). Ormond plant, die einheimische Bevölkerung aus ihrem Dorf zu vertreiben, um ein gigantisches Safari-Gehege zu errichten und die wilden Tiere gewinnbringend nach Übersee zu verschiffen. Mit Bestechungsversuchen beißt Ormond bei Tom und Slim auf Granit. Als er sie stattdessen durch die korrupte Polizei verhaften lässt, befreit Slim seinen Cousin kurzerhand, indem er mit einem Bulldozer die Gitter des Gefängnisses einreißt. In einem furiosen Finale gelingt es den beiden, die gefangenen Tiere zu befreien und Ormonds Bande endgültig in die Flucht zu schlagen.

Drehorte, Filmmusik und Synchronisation

Die atemberaubenden Landschaftsaufnahmen und Tierszenen wurden vor Ort in Südafrika gedreht, unter anderem in der Nähe von Johannesburg und in einem Park bei Pretoria. Dies verleiht den Szenen eine hohe Authentizität. Ein absolutes Highlight des Films ist der Soundtrack von Walter Rizzati. Der Titelsong Grau, Grau, Grau wird von Bud Spencer selbst gesungen – einmal solo und in einer weiteren Version gemeinsam mit den legendären Oliver Onions (Guido & Maurizio De Angelis), die bereits für viele andere Spencer/Hill-Hits die Musik beisteuerten. Zudem wird im Film das traditionelle afrikanische Lied Shosholoza gesungen.

Die deutsche Synchronisation entstand einmal mehr unter der bewährten Regie von Rainer Brandt in Berlin. Thomas Danneberg lieh Terence Hill seine Stimme, während Bud Spencer in diesem Film von dem unvergleichlichen Arnold Marquis (statt Wolfgang Hess) synchronisiert wurde. Auch die Nebenrollen sind prominent besetzt: So wird der Bösewicht Joe Bugner von Manfred Lehmann (der deutschen Stimme von Bruce Willis) gesprochen.

Filmdaten auf einen Blick

Originaltitel:Io sto con gli ippopotami
Erscheinungsjahr:1979
Regie:Italo Zingarelli
Darsteller:Terence Hill, Bud Spencer, Joe Bugner, May Dlamini
Musik:Walter Rizzati
Länge:ca. 104 Minuten (Originalfassung)
Deutsche Synchronsprecher:Thomas Danneberg (Hill), Arnold Marquis (Spencer)

FAQ zu Das Krokodil und sein Nilpferd

Wer singt den Titelsong „Grau, Grau, Grau“?

Der Titelsong „Grau, Grau, Grau“ wird von Bud Spencer selbst gesungen. Es gibt im Film zwei Versionen: Eine Solo-Version von Bud Spencer und eine weitere, die er gemeinsam mit der Band Oliver Onions (den De Angelis-Brüdern) singt.

Wer spielt den Bösewicht Jack Ormond?

Der skrupellose Geschäftsmann Jack Ormond wird von Joe Bugner gespielt. Bugner war eigentlich ein professioneller Schwergewichtsboxer, der unter anderem gegen Muhammad Ali und Joe Frazier im Ring stand, bevor er ins Filmgeschäft wechselte.

Gibt es verschiedene Schnittfassungen des Films?

Ja, von „Das Krokodil und sein Nilpferd“ existieren mehrere Fassungen. Die alte deutsche Kinofassung war um etwa neun Minuten gekürzt. Spätere DVD- und Blu-ray-Veröffentlichungen (z.B. von e-m-s oder 3L) bieten oft die ungekürzte Originalfassung an, bei der die fehlenden Szenen im italienischen Originalton mit deutschen Untertiteln eingefügt wurden.

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