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Finlay Currie

[Gesamt: 2   Durchschnitt:  5/5]
geboren: 20.01.1878 in Edinburgh, Schottland
verstorben: 09.05.1968 in Gerrards Cross, UK

 

Finlay Currie zählt zu den ältesten Schauspielern, die im Spencer/Hill-Universum existieren. Dabei hatte Terence Hill lediglich die Ehre neben dem bekannten schottischen Schauspieler zu stehen. Bevor Currie seinen Durchbruch auf der Leinwand feiern konnte, war er auf verschiedenen Bühnen zu sehen. Selbst in Australien und London begeisterte er. Mit 53 Jahren war er das erste Mal vor einer Kamera zu sehen. Sofort überzeugte der durch seine tiefe Stimme und sein markantes Aussehen. Alles weitere Wissenswerte erfährst Du von uns.

Ein kurzer Lebenslauf

Finlay Currie wurde als Finlay Jefferson Currie am 20. Januar 1878 in Edinburgh, Schottland geboren. Er war als schottischer Theater- und Filmschauspieler bekannt. Zunächst begann er seine Arbeit als Organist und Chorleiter, bis er gegen 1898 seine ersten Bühnenengagements erhielt. Als Mitglied von Benjamin Fullers Theatergruppe tourte er knapp zehn Jahre durch Australien. Zu sehen war er vor allem in komödiantischen Rollen. Anschließend zog es Currie nach London, wo er erneut auf der Bühne stand. Über die Jahrzehnte hinweg überzeugte er in diversen erfolgreichen Stücken wie „The Last Mile“ und „Tod eines Handlungsreisenden“. Im Filmgeschäft kann Finlay Currie als Spätstarter bezeichnet werden. Seine erste Rolle erhielt er nämlich im Jahr 1931, also im Alter von 53 Jahren. Dennoch sollte es den noch jungen Mann nicht aufhalten, denn bis zu seinem Tod war er in über 120 Filmen zu sehen. Dabei nahm seine Popularität immer weiter zu, je älter er wurde.
Nicht nur das Publikum liebte den Schotten, sondern auch die Kritiker. Besonders gute Kritiken erhielt er nach seinem Auftritt als entflohener Sträfling Magwitch im Filmklassiker „Geheimnisvolle Erbschaft“ von David Lean, wobei der Film auf dem Roman „Große Erwartungen“ basierte. Curries Markenzeichen war dabei seine tiefe Stimme, die perfekt für respektable und ehrenwerte Persönlichkeiten gemacht war. Daher verkörperte er genau diese in vielen seiner Filme. Sein bekanntester Film war hingegen der 1959 produzierte Monumentalfilm „Ben Hur“. In diesem war Finlay Currie als König Balthasar zu sehen. Generell wurde Finlay Currie wegen seinem markanten Gesicht gerne in Monumental- und Historienfilmen besetzt.
Ab den 1950er Jahren trat Finlay Currie auch in diversen Fernsehserien auf. Überraschend ist, dass Currie seinen Job auch im hohen Alter nicht an den Nagel hängte. Selbst zum Ende der 60er Jahre war er noch aktiv und begeistert in der Serie „Simon Templar“. Die Folge wurde posthum 1969 ausgestrahlt. Am 9. Mai 1968 sollte er aber im Alter von 90 Jahren eines natürlichen Todes versterben. Neben der Schauspielerei war Finlay Currie ein begeisterter Antiquitätenhändler, der vor allem alte Münzen und Metalle sammelte. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Maude Courtney war er von 1916 bis zu ihrem Tod 1959 verheiratet. Zusammen hatten die beiden drei Kinder.

Erfolge an der Seite von Bud Spencer und/oder Terence Hill

Da Finlay Currie schon ein wenig betagter war und vor dem großen Durchbruch Bud Spencers und Terence Hills starb, wirst Du Currie nur in einigen unbekannteren Filmen sehen. Zunächst war er in „Quo vadis?“ neben Terence Hill zu sehen. 1951 spielte Finlay Currie Petrus, der nur einer seiner vielen biblischen Figuren sein sollte. In Deutschland erhielt Currie die Synchronstimme von Franz Weber. Terence Hill spielte hingegen nur eine kleine Nebenrolle. Rund neun Jahre später, 1960, sollte erneut ein Film mit Finlay Currie und Terence Hill folgen. Beide standen wieder für eine Bibelverfilmung vor der Kamera. Der Film „Giuseppe venduto dai fratelli“ erzählte von Josef und seinen Brüdern. Terence Hill ist als Benjamin, einer der Brüder Josefs, nur kurz zu sehen. Finlay Curries Rolle war wesentlich wichtiger. Er spielte Jakob, also den Vater von Josef. Da „Giuseppe venduto dai fratelli“ niemals in Deutschland angelaufen ist, gibt es weder einen deutschen Titel, noch einen Synchronsprecher für Currie.

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