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Riccardo Pizzuti

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Der italienische Schauspieler Riccardo Pizzuti wurde am 28. Mai 1934 geboren. Er erblickte in der Stadt Cetraro, in der italienischen Provinz Cosenza, das Licht der Welt. Bis heute ist in der Öffentlichkeit nichts bekannt darüber, was sich in dem Leben von Pizzuti ereignet hat, bevor er seine eigentliche Filmkarriere startete. Außer in der Schauspielerei, war der bekannte Mime auch als unerschrockener Stuntman erfolgreich in vielen damaligen „Sandalenfilmen“ zu sehen. In seinen schurkenhaften Schauspielrollen verkörperte er dabei immer den markanten Schlägertypen oder stellte den abgehalfterten Handlanger des Filmbösewichts dar. Der charismatische Schauspieler Riccardo Pizzuti wirkte zudem in zahlreichen Nebenrollen, in vielen schlagkräftigen Spielfilmen mit. Stets an seiner Seite, die beiden Kinogrößen mit Namen Bud Spencer und Terence Hill.

Aufgrund dieses berühmten Filmgespanns erlangte Pizzuti einen beachtlichen Grad der Bekanntheit und machte die Zuschauer auf sich aufmerksam. Ständig war er derjenige, der durch die unschönen Hiebe der Hauptdarsteller, besonders oft und heftig verletzt wurde. Der populäre Italiener begann bereits in der Mitte der 60er Jahre mit seiner schauspielerischen Karriere. Dort war er des Öfteren in diversen Bösewicht-Nebenrollen, in den sogenannten Italowestern zu sehen. Am Anfang bekam er nur die kleineren Rollen und sorgte in einigen Genrefilmen für eine Menge Wirbel. Hierbei kamen ihm stets seine abgeschlossene Ausbildung zum Stuntman und seine jahrelangen Erfahrungen im besagten Filmbereich zugute. Riccardo Pizzuti gehörte nicht unbedingt zu den aller größten Berühmtheiten der italienischen Filmbranche.

Jedoch war er unmittelbar beteiligt an der wachsenden Popularität des eingespielten Duos Bud Spencer und Terence Hill und verschaffte sich jede Menge Respekt in seinen Rollen. Im Jahre 1968 war der raubeinige Italiener das erste Mal in einem Film von Bud Spencer und Terence Hill zu sehen. Er bekam schliesslich eine kleine Filmrolle für einen Gastauftritt in „Vier für ein Ave Maria“. Als die 70er-Jahre begannen, war er oftmals an der Seite von Spencer und Hill zu sehen. Insgesamt spielte Pizzuti in zwanzig verschiedenen Rollen mit den beiden Stars. Die unverkennbare Rolle des typischen Schurken war, mithilfe dieser beiden Filmgrößen, zu seinem ganz persönlichen Markenzeichen geworden. Riccardo Pizzuti zählte jedoch nicht wirklich zu den „richtig Bösen“ seines Genres.

Eher zählte er zur rechten Hand des Oberbösewichts und bekam natürlich zuerst, als unsympathischer Prügelknabe und fieser „Zähnespucker“, unzählige Schläge des erfolgreichen Spencer und Hills-Gespanns ab. Mit spannenden Filmen wie zum Beispiel „Für Dollars ins Jenseits“ (1965), „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ (1970) oder „Auch die Engel essen Bohnen“ (1973) und „Sie nannten ihn Mücke“ (1978) wurde der unverwechselbare Italy-Schauspieler Riccardo Pizzuti weltweit einem riesigen Publikum bekannt. Von dieser Zeit an war der erfolgreiche Stuntman Riccardo Pizzuti aus den legendären Spencer/Hill-Filmen kaum noch wegzudenken. Es folgten interessante Rollen wie beispielsweise „Plattfuß am Nil“ (1981), „Zwei Asse trumpfen auf“ (1981) oder „Wenn man vom Teufel spricht“ (1991) und zuletzt der Spielfilm „Trinity und Babyface“ (1995).

Riccardo Pizzuti war unter anderem auch in einigen Gemeinschaftsproduktionen und Soloprojekten der Faustdrescher-Duos Spencer und Hill zu bewundern. Erwähnenswert ist dabei, dass er in zahlreichen Rollen für Bud Spencers Solofilme vor der Kamera stand, jedoch nur in einem einzigen Soloprojekt von Terence Hill, nämlich in dem Film „Verflucht, Verdammt und Halleluja“ zu sehen war. In dieser Einzelrolle konnte er auf eindrucksvolle Art beweisen, dass er sogar als unsympathischer Oberschurke eine hervorragende Figur macht und seinen bekannten Schauspielkollegen in nichts nach steht. Auch unter den beiden Pseudonymen Rick Piper und Richard Stark, welche er sehr oft in der Zeit seiner berühmten Italo-Western nutzte, war er für seine eingefleischten Fans zu einem echten Filmbegriff geworden.

Der schlagkräftige und silberlockige Schurkendarsteller war ein Mal für den erfolgreichen Film „Buddy haut den Lukas“, Seite an Seite, mit seinem Kollegen Bud Spencer zu sehen. Namhafte Schauspielkollegen von Riccardo Pizzuti waren unter anderem Steffen Zacharias, Luciano Rossi sowie Raimund Harmstorf, Buffy Dee und Dan Fitzgerald. Der gefeierte Filmdarsteller arbeitete mit allen führenden Größen aus dem italienischen Regiebereich wie Enzo Barboni, Edoardo Mulargia oder Franco Rossi und Michele Lupo zusammen. Der Italo-Western „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“ gewann im Jahre 1973 die „Goldene Leinwand“ und den Preis des „Sindacato Nazionale Giornalisti Cinematografici Italiani“ für die beste Filmmusik. Der Italo-Streifen „Zwei außer Rand und Band“, des Regisseurs Enzo Barboni, wurde 1978 mit der „Goldenen Leinwand“ geehrt.

Dem Spielfilm „Zwei sind nicht zu bremsen“ unter der Regie von Sergio Corbucci, wurde im Jahr 1979 die begehrte „Goldene Leinwand“ verliehen. Der Kassenschlager von Regisseur Michele Lupos, „Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen“, wurde zudem 1980 mit der Auszeichnung der „Goldenen Kamera“ geehrt. Der italienische Filmdarsteller Riccardo Pizutti zog sich vor vielen Jahren aus dem harten Schauspielgeschäft zurück. Er verbringt heute seinen wohlverdienten Lebensabend in einem französischen Städtchen namens St. Jean, das in der Nähe von Toulouse gelegen ist. Der erstaunliche Italy-Mime ist heute leider nicht mehr so gut auf seine damaligen Kollegen Bud Spencer und Terence Hill zu sprechen.