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Unglaublich: Schlägerei im Bud-Spencer-Stil

 

Viele Menschen kennen den Italiener Carlo Pedersoli, als Schwimmer und Mitglied der italienischen Wasserballnationalmannschaft. Unter seinem Künstlernamen Bud Spencer genießt der im letzten Jahr verstorbene Italiener jedoch auch außerhalb seiner Heimat Kultstatus. In bekannten Filmen wie „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ oder „Zwei wie Pech und Schwefel“ verprügelte Spencer, an der Seite seines Partners Terence Hill, zahlreiche Bösewichte auf amüsante Art und Weise. Oft knöpft er sich sogar alleine ganze Gruppen von Angreifern vor. Natürlich steht Bud Spencer am Ende immer als Sieger da.

Manchmal spielen sich auch im wahren Leben Szenen ab, wie man sie sonst nur aus dem Fernsehen kennt. Eine Schlägerei, wie sie auch in einen Film des Kult-Italieners gepasst hätte, passierte in Berlin.
Ein Berliner Familienvater war mit seiner Frau und seinem Sohn auf dem Weg zu den Großeltern ins Berliner Stadtteil Schöneberg. An der Potsdamer Straße Ecke Kurfürstenstraße, wurde die junge Familie beim Aussteigen aus ihrem Auto von einer Gruppe Jugendlicher angepöbelt. Unter anderem sollen sie den Mann als „Schwuchtel“ bezeichnet haben. Der 18-Jährige Vater fragte die Gruppe, was sie denn von ihm wollten. Daraufhin begannen die Jugendlichen damit, ihn zu schubsen. Ein 15-Jähriger verwandelte zu Beginn des Gerangels sogar eine Bierflasche in eine Stichwaffe, indem er sie köpfte. Doch trotz zahlenmäßiger Überlegenheit der Angreifer und der Waffe, ergriff der Berliner nicht die Flucht. Er schickte seine Frau und das Kind weg und nahm sich die Gruppe alleine vor.

Zunächst ging er auf den Anführer der Gruppe los und setzte diesen außer Gefecht. Danach nahm er sich die verbleibenden Jugendlichen vor. Von der Gruppe klagten im Anschluss drei über akkute Kopfschmerzen, und zwei trugen Platzwunden davon. Die Beiden mussten ambulant im Krankenhaus behandelt werden.
Dem Familienvater bescheinigten Zeugen im Nachhinein ein Auftreten „in Bud-Spencer-Manier“. Er habe die fünf Jugendlichen mit Maulschellen und Nackenhieben wie im Bud Spencer Film umgehauen. Die Zeugen alarmierten auch die Polizei.
Nachdem die Jugendlichen außer Gefecht gesetzt waren, verließ der 18-Jährige seelenruhig den Tatort und folgte dem Rest seiner Familie zu seinen Eltern. Dort fand ihn später auch die Polizei vor, um ihn zum Geschehen zu vernehmen.

Die Jugendlichen im Alter von 14 bis 19 Jahren erzählen laut Polizeibericht eine ganz andere Version des Vorfalls. Sie hätten „einfach nur rumgestanden und Bier getrunken“, als sie grundlos von dem Mann angegriffen wurde.

Natürlich hat das Ganze auch ein juristisches Nachspiel. Der Familienvater wurde von den verletzten Jugendlichen wegen Körperverletzung angezeigt. Die angeblichen Provokateure zeigte der Familienvater wegen versuchter schwerer Körperverletzung an. Was sich wirklich zugetragen hat und welche Version der Geschichte der Wahrheit entspricht, will die Polizei herausfinden. „Wie der Sachverhalt sich tatsächlich zugetragen hat, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen“, heißt es dazu im offiziellen Bericht der Berliner Polizei.

Der Vorfall rief so viel Interesse hervor, dass die Berliner Zeitung den Bud-Spencer-Imitator sogar zum Interview lud. Dort beschrieb er den Ablauf so: „Ich dachte mir, wenn ich die ersten drei schnell umhaue, habe ich noch genug Zeit für die anderen beiden. Der Erste bekam meine Faust auf die Schläfe, da ging der Zweite schon mit einer abgebrochenen Flasche auf mich los. Den hab ich gepackt und hinterhergeworfen.“ Zu seinen Verletzungen äußerte er sich am Tag nach dem Vorfalls so: „Mir tut heute nur der Fuß weh, aber ich habe letzte Nacht trotzdem gut geschlafen“

So ähnlich sah das ganze in etwa aus:

 

 

 

Quelle: bz-berlin.de

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