Das typische Konzept von Bud Spencer

Mit seiner eisernen Faust prügelte er sich durch Hunderte von Gegnern, die förmlich durch die Luft flogen. Wo er hinschlug, wuchs kein Gras mehr und das machte Bud Spencer zu einem der Idole der 70er- und 80er-Jahre. Heute gilt Bud Spencer als wahre Legende und dessen Filme sind unvergessen. Doch später sagte Spencer von sich selbst, dass er gar kein Schauspieler sei. Vielmehr glaubte er, dass er einfach ein Typ sei, welcher von den Regisseuren der damaligen Zeit für deren Ulk-Western gewünscht waren. Aber auch ein Talent wie Spencer konnte nicht einfach durchstarten, sondern eine entscheidende Kleinigkeit wurde von dem Dampfhammer verlangt, bevor dieser seine Weltkarriere antreten konnte: Zunehmen.

Ein ordentlicher Brocken

Am Anfang seiner Filmkarriere war Bud Spencer zwar sportlich, doch nicht der heute bekannte Brocken mit dem ordentlichen Bauchansatz. Die Gewichtszunahme wurde erst im Laufe seiner Karriere bestimmt. „Ein Bekannter meiner Frau benötigte für einer seiner Filme einen ordentlichen Brocken“. Der Regisseur trug den Namen Giuseppe Colizzi und war im Jahr 1967 auf der Suche nach einem Mann, der etwas mehr auf den Hüften hatte. Für welchen Film? Den alten Klassiker „Gott vergibt… Django nie!“. Also musste sich Bud Spencer einiges anfuttern. Schwer fiel es dem Riesen nicht, denn schon immer liebte er die italienische Küche und dessen Köstlichkeiten. Dazu kam noch die Kochkunst von seiner Frau Maria und der heute bekannte Dampfhammer war geboren. Doch es war auch die Ära der „Spaghetti-Western“, die noch heute viele Anhänger besitzen. Aber es sollte sich nicht nur der pfundige Bud Spencer durchprügeln, sondern als schöner Kontrast wurde der blauäugige und gertenschlanke Terence Hill engagiert.

Die klare Rollenverteilung

In beinah allen gemeinsamen Filmen mit Terence Hill gab es zwischen den beiden eine klare Rollenverteilung. Terence Hill war stets schick, clever und bärenstark. Ein wenig anders sah es bei Bud Spencer aus, denn in den meisten Filmen stand lediglich seine Stärke im Vordergrund. In einigen Werken war sein Charakter sogar ein wenig „langsamer“. Doch genau diese Mischung sollte zum Erfolg der beiden Haudrauf führen. Die Erfolge prasselte reihenweise mit „Vier Fäuste für ein Halleluja“, „Zwei Missionare“, „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ oder „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“ nieder. Selbst Fans müssen zugeben, dass die Schlägereien zwar intensiver und länger wurden, doch der Einfallsreichtum der Filme hielt sich in Grenzen. Doch genau das wollten die Zuschauer. Dennoch lebte Spencer nicht in einer Seifenblase, sondern es war ihm klar, dass ein Film auch ohne viele Worte zu einem großen Spaß für zu Zuschauer werden konnte. „Mir genügten 40 oder 50 Wörter vollkommen, um einen gesamten Film zu beschreiten.“

Eine Berg- und Talfahrt auf der Waage

Viele Fans denken, dass Bud Spencer keine andere Art von Rollen angeboten bekam. Immerhin war der Dampfhammer für seine Schläge und nicht sein Köpfchen bekannt. Jedoch sagte Spencer selbst, dass er „intelligente Rollen“ abgelehnt hat. Er hatte die Befürchtung, dass sich diese zu weit von der bekannten Kunstfigur Bud Spencer entfernen würden, sodass der Erfolg und die Liebe des Publikums ausbleiben würden. Schon am Anfang war er sich sicher, dass der Erfolg nun mal einen Preis hatte. Sollte es der sein, dass er alleine als die Stahlfaust bekannt ist, nahm er das gerne in Kauf. Jedoch kam ein kleiner Nachteil auf den Dampfhammer zu. Anfänglich hat sich Spencer ein Gewicht von 130 Kilogramm zugelegt, um der Rolle gerecht zu werden. Nach der Annahme von weiteren Ulk-Western legte er aber immer weiter Gewicht zu. Irgendwann wog er 160 Kilogramm, sodass sein Pferd sich schon verzweifelt auf den Rücken warf, wenn er ihn nur auf sich zukommen sah. Nach seinem Karriereaus konnte sich Spencer endlich von seiner Kunstfigur distanzieren und wog bis zu seinem Tod etwa 120 Kilogramm.

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