Bud Spencer – Ein Ausflug ins Disney-Universum? Nicht ganz!
Ihre Kindheit war sicherlich von den Filmen von Disney bestimmt. Ob Cinderella, die Schöne und das Biest oder Arielle, ist unwichtig, denn Sie hatten immer großen Spaß. Doch noch eine Geschichte hat sich über die Jahre in Ihr Gedächtnis gebrannt: Aladin. Die Geschichte rund um den obdachlosen Aladin, der eine Wunderlampe findet und somit die Liebe der schönen Jasmin gewinnt und dabei noch den bösen Jafar besiegt, ist nicht nur bei Kindern sehr beliebt. Erwachsene erfreuen sich ebenso an der spannenden Story. Deswegen ist es kein Wunder, dass auch Bud Spencer nicht um die Erzählung des Diebes Aladin herumgekommen ist. Doch ist dessen Film „Aladin“ wirklich eine Live-Action-Verfilmung des Disney-Klassikers?
Ähnliche Ansätze, dennoch ganz unterschiedlich

Ein besonderes Abenteuer mit Bud Spencer
Sicherlich gibt es einige Übereinstimmungen mit dem alten Klassiker „Aladin“, der erstmals 1993 veröffentlicht wurde. Dennoch dürfen Sie den Film nicht als Abklatsch oder sogar Nachmache abstempeln. Immerhin kam „Aladin“, welches den Originaltitel „Superfantagenio“ trägt, bereits 1986 heraus. In Deutschland mussten Sie sich aber noch etwas gedulden. Die Kinopremiere fand erst am 13. August 1987 statt. Doch gerade für Fans des Disney-Klassikers und Bud Spencer ist „Aladin“ eine wunderbare Alternative. Das liegt auch an der aufregenden Geschichte und den vielen Gemeinsamkeiten. In über 90 Minuten können Sie in eine fremde Welt eintauchen und etwas Einmaliges erleben. Spencer spielt den Geist aus der Flasche dabei mit viel Leidenschaft und Liebe. Das ist nicht verwunderlich, denn Spencer wollte einen Film für die ganze Familie drehen. Insofern müssen Sie auf die typischen Elemente des Dampfhammers verzichten. Doch dafür ist „Aladin“ umso besser für Kinder geeignet. Spencer war davon so überzeugt, dass auch seine eigene Tochter Diamy Spencer mitspielte.
Ein Blick auf die Kritiken
Ob Sie sich „Aladin“ ansehen sollen, hängt natürlich auch von den Kritiken ab. Eine Besonderheit ist, dass es sich bei dem Film um die erste größere Hollywoodproduktion von Spencer gehandelt hat. Aus diesem Grund wurde der Film nicht wie üblich in Italien gedreht, sondern zum Großteil in Miami und in anderen Teilen der USA. Dennoch konnte „Aladin“ nicht alle Kritiker überzeugen. Beispielsweise sagte die Cinema, dass es sich um einen leicht schwerfälligen „Bezaubernde Jeannie“-Verschnitt handelt. Gerade Spencer macht darin vielleicht nicht gerade die beste Figur. Wiederum andere sehen es ganz anders. Das Lexikon des internationalen Films lobte den Streifen und sagte, dass es sich um ein durchaus ansprechendes modernes Märchen handelt. Gerade, dass fast gänzlich auf die übliche Spencer-Schlägerei verzichtet wurde, kommt beim Publikum gut an. Vor allem die kleinen Zuschauer mochten den Mix aus Magie und Wirklichkeit. Doch es ist immer Geschmackssache. Setzen Sie sich am besten mit Ihren Kindern zusammen und gönnen Sie sich einen gemütlichen Abend mit „Aladin“. Sicherlich überzeugt der Film schon bald genauso wie sein Disney-Gegenstück. Sie müssen sich darauf nur einlassen.









