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Terence Hill: Neuer Film als Geschenk für seinen Freund Bud Spencer

 
BetHard

In 17 Haudrauf-Streifen standen Terence Hill und Bud Spencer gemeinsam vor der Kamera. Sie aßen Speck und Bohnen, kloppten Sprüche und hauten ihren Widersachern auf die Rübe. Im vergangenen Jahr ging der große Bud Spencer von uns. Nun kehrt dessen kongenialer Partner Terence Hill für seinen neuen Road-Movie „Ihr Name war Maryam“ an den Ort zurück, an dem er seinem Freund das erste Mal in die Augen blickte.

Diese beiden Italo-Western-Stars waren zwei wie Pech und Schwefel. Ob in dem gleichnamigen Film oder anderen Kult-Streifen wie „Das Krokodil und sein Nilpferd“, „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“ oder „Vier Fäuste für ein Halleluja“: Seite an Seite lockten sie alleine in Deutschland über 100 Millionen Menschen in die Kinos. Doch wie kam es überhaupt zu diesem unglaublichen Erfolg? Wie fanden Carlo Pedersoli (alias Bud Spencer) und Mario Girotti (alias Terence Hill) zueinander? Tatsächlich ist die Entstehungsgeschichte des Duos auf einen Zufall zurückzuführen. Normalerweise sollte Bud Spencer für „Gott vergibt, wir beide nie“ mit einem anderen Partner vor der Kamera stehen. Da sich dieser jedoch in Folge eines Wutanfalls vor Drehbeginn so schwer verletzte, dass ein Ersatzmann gefunden werden musste, fiel die Wahl des Regisseurs auf Girotti.

 

Das erste Aufeinandertreffen zwischen Mario und Carlo

Es war der Start in eine grandiose Zukunft. Heute, circa 50 Jahre später, arbeitet der inzwischen 77-jährige Terence Hill an einem Road-Movie namens „Ihr Name war Maryam“, während Bud Spencer seinen Freund von oben aus ganz genau beobachtet. Im Interview mit der „BILD“ erklärte Hill nun, warum er sich als Set die Wüste von Almeria ausgesucht hatte: „Der Film sollte ursprünglich in Afrika enden. Ich habe alles umgeworfen. Denn hier liegt ein wichtiger Teil meiner Geschichte. Hier habe ich Carlo zum ersten Mal getroffen.“ Ein Satz, der schöner und emotionaler kaum hätte sein können und der zeigt, wie sehr Bud fehlt – nicht nur seinem Kumpel, sondern der ganzen Welt.

Fit wie eh und je

Der Tod von Bud Spencer hat allerdings nicht dazu geführt, dass Terence Hill seine eigene Schauspielkarriere beenden möchte. Ganz im Gegenteil: Er ist immer noch Feuer und Flamme, wenn es um seinen Beruf geht. In seiner italienischen Heimat ist Mario Girotti nach wie vor richtig dick im Geschäft. Ob als „Don Matteo“ oder als Förster „Pietro“: Wenn Terence Hill über den Bildschirm flimmert, dürfen sich die Sender über Top-Quoten freuen. Der weltweit gefeierter Darsteller mag zwar älter geworden sein, von seiner Ausstrahlung her hat er über die Jahre jedoch nicht das Geringste eingebüßt. Seine blauen Augen, die im Übrigen nicht etwa durch Kontaktlinsen dermaßen strahlend wirken, und sein nach wie vor durchtrainierter Körper erwecken den Eindruck, dass wir es immer noch mit dem unbezwingbaren Superhelden von früher zu tun hätten. Doch wie ist so etwas nur möglich? Wie kann jemand mit 77 noch so gut in Schuss sein? Dafür gebe es laut Terence Hill „kein Geheimnis“. Der Schauspieler schiebt sein ewig junges Aussehen auf seine „Gene“ und seine Sportleidenschaft: „Ich habe mein ganzes Leben lang Sport gemacht, war ein guter Turner, Schwimmer, fahre noch Ski“, verrät der Italiener. Damit hätten wir eine weitere Parallele zu Bud Spencer, der einst als Profi-Schwimmer sogar an Olympischen Spielen teilnahm – auch wenn man ihm das später nicht mehr auf den ersten Blick ansehen konnte.

Seine Beziehung zu Deutschland

Bald wird Terence Hill mit seinem neuen Filmprojekt auch wieder in Deutschland zu sehen sein – zusätzlich zu den alten Kult-Filmen, die nahezu jedes Wochenende im TV wiederholt werden. Apropos Deutschland: Der Mann aus Venedig hat einen großen Bezug zu diesem Land, schließlich ist seine Mutter Deutsche und sein Vater Italiener. Aus diesem Grund ist Mario auch der deutschen Sprache mächtig, die er seit Kindesbeinen an gelernt hat. Wie eng seine Beziehung zu seiner Mutter war, verrät auch folgende Geschichte: „Den Namen ‚Terence Hill‘ habe ich mir ausgesucht, weil er die Initialen meiner deutschen Mutter trägt: Hildegard Thieme.“ Zudem verriet er im Gespräch mit der „BILD“, dass er auch als Fußball-Fan die schwarz-rot-goldene Brille trägt: „Ich mag die deutsche Nationalmannschaft.“

Familienmensch, Mario Girotti

Noch wichtiger als Fußball ist Terence Hill allerdings seine Familie (er ist seit knapp 50 Jahren verheiratet, aus dieser Ehe ging Sohn Jess – ein Film-Produzent –hervor) und die großartige Freundschaft zu Carlo Pedersoli, die sogar den Tod überdauert. Die Nachricht vom Ableben seines jahrzehntelangen Filmpartners erreichte Hill ausgerechnet am heutigen Set des Streifens „Ihr Name war Maryam“, wie er sich erinnert: „Als ich nun im Sommer hier war, um die Örtlichkeiten zu checken für den neuen Film, klingelte mein Telefon. Carlos Sohn Giuseppe war dran. Ich stand an der Spitze einer Felsklippe. Er sagte, dass Papa gegangen sei. Ich widme meinem Freund diesen Film. Ich denke an ihn. Nicht nur hier. Immer.“ Wir dürfen uns glücklich schätzen, dass Terence Hill uns als letzter Vertreter der Haudrauf-Generation nach wie vor erhalten geblieben ist.

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