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Bud Spencer als Vorbild: Yakuza 6 haut ordentlich zu

[Gesamt:1    Durchschnitt: 5/5]

Die Spielreihe Yakuza zählt zu den Flaggschiffen des Entwicklers SEGA und darf nun in die sechste Runde starten. Natürlich sind altbekannte Mechaniken anzutreffen, worunter auch ordentliche Schlägereien und Prügeleien fallen. Nicht gerade selten hat sich das Entwicklerteam rund um Yakuza vom alten Dampfhammer etwas abgesehen. Schläge, Tritte und andere Kampfmethoden erinnern stark an die Filme mit Bud Spencer und Terence Hill. Überraschend ist das nicht, denn die beiden haben ein ganzes Prügelgenre geformt. Auch noch Jahre nach den großen Hits wie „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ oder „Vier Fäuste für ein Halleluja“ bleiben die beiden in den Köpfen der Menschen verankert. Das war wohl auch bei dem Yakuza-Franchise der Fall, wobei es nicht in den Wilden Westen geht, sondern nach Japan.

Um was geht es?

Im Mittelpunkt steht Kazuma Kiryu, der traditionelle Serienheld von Yakuza. Dabei knüpft die Geschichte von Yazuka 6 nahtlos an die Story des Vorgängers an. Wieder einmal spielst Du den alternden Ex-Yakuza, der mittlerweile auf die 50 zugeht. Er ist auf der Suche nach Haruka, die das Waisenhaus in Okinawa verlassen hat, damit dem Ruf des Waisenhauses nicht geschadet wird, weil sie eine Verbindung zu den Yakuza besitzt. Auch, wenn Du noch keinen Yakuza-Teil gespielt hast, wirst Du mit der Prügelorgie rund um Kiryu sicherlich glücklich. Gerade als Fan von Bud Spencer kannst Du ordentliche Schläge verteilen und erhältst dabei sogar noch eine überraschend spannende und ausgefeilte Story. Selbst, wenn Du die vorherigen Teile nicht kennst. Immerhin bietet Dir SEGA eine kurze Story-Zusammenfassung auf einer Disc an, damit Du genau weißt, was in den vorherigen fünf Teilen passiert ist. So kannst Du schnell und einfach den japanischen Bud Spencer genießen.

Du kannst viel erleben

Genauso wie in den Filmen mit Bud Spencer hast Du auch in Yakuza 6 einiges zu tun. Selbstverständlich erhältst Du die gut erzählte Story, die Dich an manchen Ecken an Bud Spencer und Terence Hill erinnert. Vor allem die zahlreichen Rettungsaktionen werden Dir nicht unbekannt sein. Außerdem musst Du Dich nicht lange mit einer Vorgeschichte auseinandersetzen, denn schon nach kurzer Zeit nimmt das Spiel an Fahrt auf. Es werden facettenreiche Charaktere und spannende Intrigen geboten. Zusätzlich bietet SEGA zwei Sub-Storys, die als „Spiel im Spiel“ bezeichnet werden können. Beispielsweise kannst Du in einem kleinen Vorort von Hiroshima eine Baseball-Mannschaft neu aufbauen, Spieler rekrutieren und diese trainieren. Im Laufe der Geschichte gründest Du aber auch den Kiryu-Clan, der sich schon bald mit den JUSTIS anlegt. Auch hier kommen die schlagkräftigen Kombis von Bud Spencer zum Einsatz. Außerdem gibt es viele kleine Nebenaktivitäten, wie Kartenspielen, Karaoke oder Brettspiele. Das gestaltet die Welt noch abwechslungsreicher.

Neue Engine, alte Konzepte

Nicht nur die gametechnischen Elemente spielen eine essenzielle Rolle, sondern auch die Engine und Performance. Dazu wurde Yakuza 6 vom Grund auf neu entwickelt. Anders als beim Klassiker Monster Hunter World wurde auf eine neue Engine gesetzt. Diese sorgt für einen deutlichen Fortschritt, besonders bei den Details. Außerdem kommt es kaum mehr zu Ladezeiten. Großteile der Stadt kannst Du vollkommen frei und ungezwungen erforschen. Nennenswert sind die Zufallskämpfe, die Dir immer wieder in der Open World begegnen. Jetzt kannst Du Bud-Spencer-mässig zuschlagen und Dich mit anderen messen. Auf einen Übergang zu den Kampfbildschirmen kannst Du dabei lange warten. Auch grafisch gesehen kann Yakuza einiges bieten. Noch nie sah das Spiel so gut aus. Vor allem die Version auf der PlayStation 4 glänzt durch Details, Schattenspiele und vieles mehr. Zu Framreate-Einbrüchen oder Screen-Tearing kommt es nur noch selten.

Mehr vom Dampfhammer

Die größte Änderung findest Du beim Kampfsystem. Vergleichst Du das mit den Vorgängern, bemerkst Du schnell, dass sich Kiryu nun sehr viel flotter und agiler bewegt. Er ist flink auf den Beinen und kann somit auch große Gegnergruppen geschickt in den Boden rammen. Ganz wie der Dampfhammer höchstpersönlich. Zwar werden die Grundmechaniken, wie Stein-Schere-Papier zwischen Blocks, Griffen und Schlägen beibehalten, dennoch löst sich das Franchise gezielt von seinen Beat’em-Up-Wurzeln. Dennoch wirst Du Dich wie ein japanischer Bud Spencer fühlen, wenn Du erst einmal alle Kniffe und Tricks gelernt hast. In Sekunden liegen die Gegner im Dreck, genauso wie beim Dampfhammer.

Das Fazit

Selbstverständlich ist Yakuza 6 kein Spiel mit oder über Bud Spencer, doch hast Du schon immer dessen schlagkräftigen Kombos geliebt, wirst Du mit dem SEGA-Spiel sicherlich glücklich. Du bewegst Dich in einer lebendigen und abwechslungsreichen Welt, die auf einem schmalen Grad zwischen lustig und ernst wandelt. Immer wieder wirst Du in Schlägereien hineingezogen, die Du nun wie Bud Spencer lösen musst. Doch auch Liebhaber der japanischen Geschichte und deren Storys werden mit Yakuza vollkommen glücklich.



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