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Rik Battaglia

  • Geburtsdatum: 18. Februar 1927
  • Geburtsort: Corbola, Italien
  • Geschlecht: männlich
  • Nationalität: italienisch

Rik Battaglia hat in seiner Karriere einige Höhen und Tiefen erlebt. Berühmt wurde er durch die Karl-May-Filme, wo er meist die Schurkenrolle übernahm. Überraschend ist es deshalb nicht, dass er nach dem Todesschuss auf Winnetou nur noch als „Mann, der Winnetou erschoss“ bekannt war. Jedoch rappelte sich Rik Battaglia wieder auf und überzeugte in anderen Produktionen. Allerdings wurden die Filme und Rollen immer kleiner. Mit Bud Spencer und/oder Terence Hill hat er drei Filme gedreht.

Ein kurzer Lebenslauf

rik-battaglia-karin-dorRik Battaglia, der auch unter den Namen Rick Battaglia bekannt ist, wurde am 18. Februar 1927 in Corbola, Italien geboren. Sein bürgerlicher Name lautete eigentlich Caterino Bertaglia. Seinen Vater hat Rik Battaglia nie kennengelernt und seine Mutter war nur selten zugegen, weshalb er von seiner Großmutter aufgezogen wurde. Mit 17 Jahren machte er sich als Matrose mit einem Frachtschiff auf, zwischen Korfu und dem Schwarzen Meer hin- und herzureisen. In einer Bar wurde Rik Battaglia von einem Talentsucher entdeckt und zugleich engagiert. Es handelte sich dabei um Sophia Lorens Ehemann Carlo Ponti, sodass Rik Battaglia die Ehre hatte, 1955 neben der großen Schauspielerin in „Die Frau vom Fluss“ mitzuspielen. Nach dem Erfolg des Films besuchte der junge Mann das Centro Sperimentale di Cinematografia und schloss diese schon bald als Jahrgangsbester ab. In den nächsten Jahren folgten zahlreiche Kostüm- und Sandalenfilme. 1964 sollte sich alles ändern, denn er konnte in „Der Schut“ von Karl May die Titelfigur spielen. Nun war Rik Battaglia in sechs weiteren Karl-May-Filmen zu sehen, wo er meist den Schurken verkörperte. Lediglich in „Winnetou und sein Freund Old Firehand“ aus dem Jahr 1966 war er als rechtschaffende Figur zu sehen. Natürlich durfte sich Rik Battaglia deshalb auch in Deutschland einer großen Fangemeinde erfreuen. Das änderte sich aber schlagartig, als er in seiner Rolle als Rollins in „Winnetou 3“ zum Mörder von Winnetou wurde. Das Publikum war nicht mehr auf seiner Seite und verhielt sich recht zurückhaltend. Selbst auf deutschen Veranstaltungen wurde er sichtbar gemieden. Viele Jahre war er nur als „Mann, der Winnetou erschoss“ bekannt. Nach den Karl-May-Filmen war Rik Battaglia in zahlreichen Italo-Western zu sehen. Bis zum Ende seiner Karriere blieb er dem Genre treu und spielte in Klassikern wie „Mannaja – Das Beil des Todes“ von 1977 mit. Jedoch wurden die Rollen ab den 1970er Jahren immer kleiner, wie in „Die Schatzinsel“ zu sehen. Ab 1980 drehte er nur noch kleine Melodramen für den regionalen, neapolitanischen Markt. Sein letzter Auftritt erfolgte im deutschen Fernsehen. Er war in einer Pumuckl-Episode von 1999 als der Küster zu sehen. Einige Jahre zuvor wurde er aber mit dem „Scharlih“ ausgezeichnet, der ältesten Auszeichnung, die mit Karl May verbunden ist. Er verstarb am 27. März 2015 in seinem Heimatort Carbola im Alter von 88 Jahren. Nur zwei Monate vor Winnetou-Darsteller Pierce Brice.

Erfolge an der Seite von Bud Spencer und/oder Terence Hill

Bereits einige Jahre nach dem Beginn seiner Karriere sollte Rik Battaglia neben Terence Hill und Bud Spencer spielen. Im Film „Hannibal“ von 1960 waren alle drei Schauspieler zu sehen, jedoch in eher kleinen Rollen. Nur Rik Battaglia durfte sich über die Rolle des Hasdrubal freuen. 1975 sollte er hingegen nur mit Terence Hill vor der Kamera stehen. Die beiden drehten die Fortsetzung von „Mein Name ist Nobody“: Nobody ist der Größte. Natürlich übernahm Terence Hill die Rolle des Nobodys, wohingegen Rik als Kapitän zu sehen war. Es vergingen einige Jahre, doch schon bald konnte Rik Battaglia erneut mit Bud Spencer vor der Linse stehen. Beide waren in „Der Bomber“ von 1982 zu sehen. Wieder einmal übernahm Spencer die Hauptrolle und Rik Battaglia erhielt nur eine kleine Nebenrolle. Sein Charakter hatte nicht einmal einen eigenen Namen und wurde nur als „Dunns Trainer“ geführt.

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