Der Bud Spencer aus Haßloch

Lebt Bud Spencer doch noch und er hat es sich nur in Haßloch gemütlich gemacht? Es wirkt beinah so, wenn Du Dir den 50-jährigen Jens Giesler einmal genauer anschaust. In den letzten Wochen wurde er als Doppelgänger von Filmlegende Bud Spencer bekannt. Der Grund dafür war denkbar einfach: Er ist selbst ein großer Fan von Spencer und Hill sicherte sich natürlich eine Karte für eine Premiere von „Mein Name ist Somebody – Zwei Fäuste kehren zurück“. In Worms traf er dann auf Terence Hill, der seinen Film promotete. Schnell machten die beiden ein Foto in inniger Umarmung, dass sofort durch die Medien ging. Ein neues Bud-Spencer-Double war geboren.

Eine eigene Fanpage

Gysi alias Bud mit seiner Frau Tina

Seit einiger Zeit betreibt Tina Giesler, Ehefrau von Jens Giesler, eine Facebookgruppe mit den Namen „Gysi alias Bud – Bud Spencer Double“. Es handelt sich um eine Fan-Page für das Bud-Spencer-Double, der sich seit März rund 500 Leute angeschlossen haben. So teilte Giesler vor kurzen einen Spruch an seine Gruppe: „Wenn es donnert, weiß ich genau, dass das gerade Bud Spencer ist, der im Himmel Schellen verteilt.“ Auch seine Frau ist sich bereits seit vielen Jahren bewusst, dass ihr Mann der Filmlegende zum Verwechseln ähnlich sieht. Sie erzählt: „Dass Bud und mein Mann Jens verglichen werden, passiert schon seit 15 oder 20 Jahre. Alles begann damit, dass er sich einen Vollbart stehenlassen hat, statt einen Schnauzer zu tragen.“

Ein kleiner Doppelgänger

Selbst wahre Fans müssen bei Jens Giesler zweimal hinsehen, denn er sieht Bud Spencer zum Verwechseln ähnlich. Zunächst der üppige Vollbart, der immer das Gesicht der Legende versteckte. Dazu die verschmitzten, zugekniffenen Augen, eine markante Nase und auch die Brauen wirken wie aus einem Bud-Spencer-Film. Überraschend ist es deshalb nicht, dass das Bud-Spencer-Double täglich „Hey Bud, machst Du ein Foto mit mir?“ hört. Obwohl das Bud-Spencer-Double Jens schon seit vielen Jahren wie Spencer aussieht, sollte sich ein wahrer Hype um ihn erst Ende August entwickeln. All das hat „Gysi“, wie er seit seiner Kindheit genannt wird, Terence Hill zu verdanken. Denn Giesler wollte selbst den Film sehen und machte sich auf den Weg nach Worms.

Wie ein Geist

Terence Hill war für die Premiere seines Filmes „Mein Name ist Somebody – Zwei Fäuste kehren zurück“ in Worms. Gleichzeitig besuchte er „seine“ Brücke, die eigentlich auf den Namen „Karl-Kübel-Brücke“ hört. Natürlich mischte sich Jens Giesler unter die Menge, um einen Blick auf sein Idol zu werfen. Als Terence Hill Giesler erblickt, wird er sofort kreidebleich, als hätte er ein Gespenst gesehen. Selbst Videos und Bilder zeigen, wie erstaunt Hill war. Sofort zog der Schauspieler das Bud-Spencer-Double aus Haßloch aus zweiter Reihe zu sich heran. Augenzeugen berichten, dass Hill das Double zeitweise so herzlich und freundlich hielt, als wäre er wirklich sein alter Kumpel Bud Spencer. Tina Giesler erzählt: „Er drückte seine Faust so fest, dass sie schon ganz weiß wurde.“ Doch auch Giesler konnte das alles nicht glauben. Vor Ort gab er ganze sechs Interviews und ist noch heute vollkommen überwältigt: „Das Treffen mit Terence Hill werde ich niemals im Leben vergessen!“ Am Ende hat Hill noch eine Autogrammkarte mit den Kontaktdaten des Haßlochers mitgenommen. Auf den Autogrammkarten wird sofort klar, wie sehr Giesler Bud ähnelt. Gerade, wenn er die richtigen Accessoires und Klamotten trägt.

Weitere Parallelen zu Bud Spencer

„Gysi“ sieht nicht nur aus wie Bud Spencer, sondern auch sein Leben weist viele Parallelen zum Filmstar auf. Zum Beispiel sind beide große Spaghettifans und waren sogar früher erfolgreiche Leistungsschwimmer. So gehörte Giesler dem SC Einheit Dresden in der DDR an. Hingegen war Spencer unter seinem bürgerlichen Namen Carlo Pedersoli zweimal Teilnehmer der Olympischen Spiele. Doch es gibt noch eine Besonderheit: Bud Spencer ist am 27. Juni verstorben. Gleichzeitig ist das der Geburtstag von Jens Giesler. Für das Treffen mit Terence Hill gab es einen einschlägigen Grund. Jens wollte immer Bud Spencer kennenlernen, doch zu einem Treffen kam es nie. Auch dessen Double Klaus Löffler lernte er erst nach Spencers Tod kennen. Da wollte er wenigstens eine Begegnung mit Terence Hill. Für das Treffen mit Hill hatten sich er und seine Frau einen „regelrechten Schlachtplan“ überlegt, wie sie lachend zugeben. Ihnen war klar, dass der ehemalige „Nibelungen“-Darsteller sich ins Goldene Buch der Stadt eintragen wird. Außerdem wird er seine „Beinah“-Brücke besuchen und dann zur Filmvorstellung fahren. Für jede Station haben Sie sich einen Plan überlegt, wie sie Hill treffen können. Das wäre aber gar nicht nötig, wie Tina Giesler berichtet: „Bereits bei der ersten Station klappte es.“ Sicherlich wirst Du noch viel vom Bud-Spencer-Double aus Haßloch hören. Du kannst Ihn sogar für eigene Feiern engagieren.

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