Neuer Film über Bud Spencer: Achtung Verwechslungsgefahr!

Du wärst nicht der Erste, der Bud Spencer mit einem ganz anderen Mann verwechseln würde: Luciano Pavarotti. Für viele waren die beiden sogar ein und dieselbe Person, was vor allem an der Optik lag. Sowohl Spencer als auch Pavarotti hatten einen dichten Rauschebart, sonnengebräunte Haut, recht engstehende Augen und zudem stammten beide aus Italien. Trotz der optischen Ähnlichkeit könnten die beiden kaum weiter auseinanderliegen. Luciano Pavarotti war ein weltberühmter Tenor, der mit seiner Jahrhundertstimme Gänsehaut in jedem Konzertsaal auslöste. Spencer war hingegen der Dampfhammer, der in seinen zahlreichen Filmen lieber seine Fäuste sprechen ließ. Nun aufgepasst: Es kommt kein neuer Film mit oder über Bud Spencer ins Kino, sondern es ist eine Dokumentation über Luciano Pavarotti geplant.

Weltweit bekannt und geliebt

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1935 erblickte Luciano Pavarotti als Sohn eines Bäckers sowie einer Tabakarbeiterin in Modena das Licht der Welt. Schon früh interessierte er sich für Musik, doch zunächst arbeitete er für eine kurze Zeit als Grundschullehrer. Erst danach entschied er sich, seine Stimme ausbilden zu lassen und studierte somit Gesang. Der richtige Weg, wie sich später zeigen sollte. Im Jahr 1961 trat er als Rodolfo in „La Bohème“ erstmals vor der Opernwelt auf. Zwar erhielt er viel positive Kritik, doch erst ein Jahr danach sollte er größere Aufmerksamkeit in der Rolle des bittersüßen Edgardo in „Lucia die Lammermoor“ bekommen. Es war sein großer Durchbruch, sodass sich Pavarotti nun auch über Auftritte in den USA und Australien freuen durfte. Seit diesem Tag strahlte sein Stern hell am Opernhimmel. Er wurde zu einer der bekanntesten Klassikkünstler, der nicht nur Konzertsäle füllte, sondern auch mit seinen CDs die Pop-Charts stürmte. Einer seiner größten Erfolge ist auf das Jahr 1990 zurückzuführen. Es war das Jahr der Fußballweltmeisterschaft in Italien. Er gab im Rahmen der WM ein Konzert in Rom, das zum globalen Medienereignis werden sollte. Gemeinsam mit Plácido Domingo und José Carreras traten sie als die „Drei Tenöre“ auf. Allein dieser Auftritt verkaufte sich mehr als zehn Millionen Mal und zugleich entwickelte sich die Arie zur Hymne der WM. Aktuell kann der Künstler auf 20,8 Millionen verkaufte Tonträger blicken.

Die Leibesfülle als Problem

Sahst Du als Fußballfan Luciano Pavarotti auf der Bühne stehen, hättest Du ihn leicht mit einem schicken Bud Spencer verwechseln können. Immerhin hatte er einen Vollbart und eine füllige Figur. Genau jene sollte später zu einem Problem werden. In den frühen 1990er Jahren litt Luciano Pavarotti unter Übergewicht, was sich auch auf seine Gesundheit niederschlug. Es fielen Konzerte aus und auch große Opernauftritte mussten abgesagt werden. Dennoch war die Stimme von Pavarotti weiterhin zu hören, sodass Kritiker von einem „lyrischen Schmelz, gleichwohl metallisch durchschlagenden“ Klang sprachen.

Offen für alles

Eine weitere Gemeinsamkeit mit Bud Spencer war, dass Luciano Pavarotti offen für alles war. Er kannte keine Berührungsängste und stand deshalb auch schon mit Weltstars wie Elton John, Sting oder Bon Jovi auf der Bühne. Solche Duette wurden oftmals karitativen Zwecken gewidmet, wie zum Beispiel Kinderhilfsprojekten im Kosovo, Guatemala oder Afghanistan. Es zogen aber dunkle Wolken auf, denn das Management wollte die Marke Pavarotti optimal vermarkten, sodass schon bald ein Parfüm auf den Markt kam, welches den Blick auf den Künstler etwas trübte. Außerdem sollte im Jahr 2006 eine schwarze Stunde für seine Fans schlagen, denn Pavarotti machte seine Erkrankung mit Bauchspeicheldrüsenkrebs öffentlich. Schon am 6. September 2007 verstarb der Künstler im Alter von 71 Jahren. Leider konnte er nicht in Frieden ruhen, denn schon kurz darauf entbrannte ein hässlicher Streit um sein millionenschweres Erbe. Demzufolge stritten sich seine Töchter aus seiner Erst-Ehe mit seiner zweiten, sowie 35 Jahre jüngeren Ehefrau.

Ein Film von Ron Howard

Nach all den Turbulenzen und den aufregenden Jahren soll nun das Leben von Luciano Pavarotti als Dokumentarfilm verfilmt werden. Niemand Geringeres als Ron Howard, Regisseur von Werken wie „Apollo 13“, „Der Grinch“, „A Beautiful Mind“ oder „In einem fernen Land“, übernimmt die Arbeit. Wichtig: Es handelt sich um einen Dokumentarfilm und keine Verfilmung dessen Lebens. Insofern kann der noch namenlose Film mit „Mein Name ist Spencer“ verglichen werden. Sei dabei aber immer vorsichtig, dass Dich Nachrichten über die neue Doku zu Luciano Pavarotti nicht verwirren, sodass Du denkst, dass schon bald ein Werk mit Bud Spencer folgt. Ganz im Gegenteil, denn Luciano Pavarotti und Spencer sind zwei komplett verschiedene Menschen, die nur zufällig aus Italien stammen und sehr ähnlich aussehen.

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